Immer mehr internationale Konzerne setzen verstärkt auf den Klimaschutz. Bild: Eon AG

Klimawandel betrifft zunehmend Unternehmen

Bei einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) beklagt jedes siebte deutsche Unternehmen negative Folgen des Klimawandels.

Waren es im Jahr 2011 noch 15 % der befragten Unternehmen, die sich direkt vom Klimawandel negativ betroffen fühlten, befürchten mittlerweile 29 %, bis 2030 negative Auswirkungen durch Klimaveränderungen zu erwarten. An der Befragung nahmen 1000 deutsche Firmen teil.

Besonders stark dürfte sich dies nach Angaben der Befragten auf Betriebe der Metallbranche, der Bauwirtschaft und des Logistiksektors auswirken. Hinzu komme der indirekte Einfluß aufgrund von staatlichen Verordnungen zum Klimaschutz wie das Emissionshandelsgesetz, dass die Produktionskosten in die Höhe treibe. Bereits heute sehen sich 24 % der Unternehmen von solchen Regulierungen negativ betroffen – 2030 werden es voraussichtlich 36 % sein.

Gerade Firmen, die Güter herstellen, die vor den Folgen von Hitze, Stürmen und ähnlichen Klimaextremen schützen, bieten sich allerdings auch Chancen. Dazu zählen Firmen der Elektroindustrie, des Fahrzeug- und Maschinenbaus sowie der Bauwirtschaft. Insgesamt haben bereits rd. 18 % der teilnehmenden Unternehmen vorteilhafte Auswirkungen durch Klimaveränderungen registriert – für 2030 erwarten dies ein Viertel.

Der Klimawandel gehe zudem ins Geld: Fast sechs von zehn Unternehmen hält seine finanziellen Ressourcen für gering, die zur Anpassung an den Klimawandel nötig wären. Zudem fehle es an Personal, dass sich um solche Anpassungen kümmere. (sg)