Die Klima- und Energieforschung ist im bevorstehenden Endspurt von "Horizont 2020" Fokusthema.
Bild: © JEGAS RA/Adobe Stock

Horizont 2020 startet mit Rekordförderung ins Abschlussjahr

Das EU-Forschungs- und Innovationsprogramm "Horizont 2020" bekommt für seine letzte Arbeitsphase nochmal ordentlich Geld. Im Fokus sollen Umwelt und Digitalisierung stehen.

Elf Milliarden Euro – diese Wahnsinnssumme will die EU-Kommission für nächstes Jahr in das Programm "Horizont 2020" investieren. Damit wird das nächste und damit letzte Jahr das finanzstärkste seit Laufzeitbeginn 2014. Förderwürdige Themen gibt es auf jeden Fall genug: Allen voran der Klimawandel, die Digitalisierung, saubere Energien und Cybersicherheit.

Ein großer Batzen des Geldes geht an die Pionierforschung. 2,2 Mrd. Euro werden etwa 1100 europäischen Spitzenforschern zur Verfügung gestellt. Wie in den Vorjahren ist der überwiegende Teil der Förderung (61 Prozent) für Nachwuchswissenschaftler vorgesehen. Mit den Mitteln werden auch Arbeitsplätze für schätzungsweise 8000 Postdoktoranden, Doktoranden und andere Forschungsmitarbeiter in vom ERC finanzierten Teams gefördert.

Neuerung für nächste Auflage

Was investiert wird, soll sich in den kommenden Jahren auszahlen, wie Carlos Moedas, Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation erklärt: "Von 100 Euro, die wir in Horizont 2020 investieren, erwarten wir, dass diese bis 2030 für unser BIP 850 Euro erwirtschaften und damit Millionen von Arbeitsplätzen für die Europäer schaffen. Wir haben 100 Milliarden Euro für das nächste Horizont-Europa-Programm vorgeschlagen, um die Wettbewerbsfähigkeit, die Innovationskapazitäten und die wissenschaftliche Exzellenz der EU zu stärken."

Das nächste Rahmenprogramm bringt ein neues Gremium hervor und soll von 2021 bis 2027 laufen. Der Europäische Innovationsrat soll Innovationen auf EU-Ebene unterstützen, indem er wichtige EU-Instrumente unter seinem Dach vereint und Entwicklungen so schneller zur Marktreife verhilft. (ls)