Damit möglichst bald alle Menschen auf der Welt Zugang zu sauberem Wasser haben, startet das BMZ eine Initiative mit kommunalen Unternehmen.
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Kommunale Entwicklungshilfe

Von Praktiker zu Praktiker: Die kommunale Wasserwirtschaft in Deutschland kann künftig ihre Kollegen in Entwicklungsländern mit Know-how unterstützen.

Hahn auf und Wasser marsch: Was in Deutschland völlig selbstverständlich ist, gehört in vielen Entwicklungsländern zur Ausnahme. Bis ins Jahr 2030 sollen gemäß der Zielvorgabe der Vereinten Nationen alle Menschen weltweit Zugang zu Wasser- und Sanitärversorgung haben. Auch die kommunale Wasserwirtschaft hierzulande bringt sich immer wieder in Entwicklungsprojekte ein. Was bislang eher nur punktuell stattgefunden hat, soll nun langfristig umgesetzt werden.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der VKU und weitere Organisationen haben hierfür sogenannte Betriebspartnerschaften ins Leben gerufen. VKU-Vizepräsident Karsten Specht erklärt das Konzept: "Die Kommunalwirtschaft möchte lokale Akteure in Partnerländern langfristig zu Experten ihrer eigenen Infrastrukturen der Daseinsvorsorge machen. Wir können mit unserem speziellen Betreiber-Know-how die deutsche Entwicklungszusammenarbeit bereichern und geben gern unsere Expertise weiter. Dabei setzen wir auf Beratung auf Augenhöhe: von Praktikern für Praktiker, in einer langfristigen Partnerschaft."

Ausweitung auf Energie und Abfall

In den Partnerschaften übernehmen die Kommunalen die Rolle von betriebsunterstützenden Beratern. Nachdem das Projekt angelaufen ist und erste Praxiserkenntnisse vorliegen, kann überlegt werden, das Konzept auf die Abfall- und Energiewirtschaft auszuweiten. (ls)