Omv und Verbund planen Österreichs größte Photovoltaik-Anlage.
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OMV & Verbund planen Riesen-PV-Anlage

Die beiden österreichischen Unternehmen OMV und Verbund wollen in Fragen zur Energiezukunft stärker zusammenarbeiten und planen den Bau Österreichs größter Photovoltaikanlage.

Die OMV, das Öl- und Gasunternehmen mit Sitz in Wien, und der Verbund, größter österreichischer Stromversorger, wollen die bis dato größte Photovoltaik-Freiflächenanlage Österreichs errichten. Die Anlage mit einer PV-Leistung von 16 MW Peak soll sich auf mehrere Standorte in Österreich verteilen.

Auf einer OMV-eigenen Gesamtfläche von rund 200.000 Quadratmetern und mit in Summe rund 60.000 Photovoltaik-Modulen soll die Anlage circa 18 GW pro Stunde Strom liefern.

CO2-Einsparung ist das Stichwort

Die Anlage soll rund 12.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Die Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal 2020 geplant. Zudem evaluieren das Ölunternehmen und der Stromerzeuger den möglichen Bau einer elektrolytischen Wasserstoffproduktion.

Bei diesem Verfahren wird Strom aus erneuerbaren Energiequellen genutzt, um Wasser elektrolytisch zu spalten. Primär untersucht die OMV die Verwendung des Wasserstoffs zur Hydrierung von CO2, um den Kohlendioxid-Austoß aus den Industrieanlagen zu senken.

Beide Unternehmen intensivieren ihre Zusammenarbeit

Die Energieversorger fokussieren ihre strategische Kooperation und unterzeichneten am 1. Juli Absichtserklärungen. Der Fokus der Absichten liegt auf der Zusammenarbeit in der Umsetzung von Stromerzeugungs-Speicher- und Power-to-X-Anlagen zur Erhöhung der Eigenversorgung an OMV-Standorten.

2017 startete bereits die Zusammenarbeit. Gemeinsam wurden Raffinieriestandorte in Österreich und Deutschland evaluiert. Im Bereich grüner Wasserstoffe für die Anwendung in der E-Mobilität und im Raffinerie-Prozess kooperieren beide Unternehmen ebenfalls. (bh)