Pope Francis during his weekly general audience in St. Peter square at the Vatican, Wednesday.17 June 2015
Bild: Stefano Spaziani/dpa

Papst fordert mehr erneuerbare Energien

Papst Franziskus hat sich in seiner neuen Enzyklika "Laudato si" mit den Themen Klima, Energie, Wasser und Abfall ausführlich beschäftigt.

"Viele von denen, die mehr Ressourcen und ökonomische oder politische Macht besitzen, scheinen sich vor allem darauf zu konzentrieren, die Probleme zu verschleiern oder ihre Symptome zu verbergen, und sie versuchen nur, einige negative Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren." Harsche Worte fand das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. "Darum ist es dringend geboten, politische Programme zu entwickeln, um in den kommenden Jahren den Ausstoß von Kohlendioxid und anderen stark verunreinigenden Gasen drastisch zu reduzieren, zum Beispiel indem man die Verbrennung von fossilem Kraftstoff ersetzt und Quellen erneuerbarer Energie entwickelt", fordert der Pontifex. Weltweit seien saubere und erneuerbare Energien nur in geringem Maß erschlossen. Noch sei es notwendig, angemessene Technologien für die Speicherung zu entwickeln, so Franziskus weiter. Trotzdem seien in einigen Ländern Fortschritte erzielt worden, die beginnen, von Bedeutung zu sein, "auch wenn sie weit davon entfernt sind, eine beachtliche Proportion zu erreichen".

Der Papst bringt in der Enzyklika auch seine Sorge über den Zustand des Trinkwassers in vielen Ländern zum Ausdruck: "Ein besonders ernstes Problem, das täglich viele Todesopfer fordert, ist die Qualität des Wassers, das den Armen zur Verfügung steht." Der Oberhirte geht auch auf die riesigen Müllberge ein, die die Erde verschmutzen, und folgert: "Diese Probleme sind eng mit der Wegwerfkultur verbunden, die sowohl die ausgeschlossenen Menschen betrifft als auch die Dinge, die sich rasch in Abfall verwandeln." (hi)