In Deutschland hat sich der Steinkohleeinsatz zur Stromerzeugung seit 1990 halbiert.
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Welthandel mit Steinkohle steigt weiter

Während in Deutschland der Kohleausstieg angepeilt wird, steigt der globale Markt für Steinkohle weiter an. Dies ist insbesondere auf den wachsenden Bedarf im asiatischen Raum zurückzuführen.

Nach vorläufigen Berechnungen des Vereins der Kohlenimporteure ist im vergangenen Jahr der Welthandel mit Steinkohle um 3,7 Prozent auf 1202 Mio. Tonnen gestiegen. Zeitgleich ist die globale Steinkohleförderung um 1,7 Prozent auf 7,1 Mrd. Tonnen gewachsen.

Allein in Indien erhöhte sich die Förderung um 54 Mio. Tonnen, beziehungsweise um 8,2 Prozent auf insgesamt 714 Mio. Tonnen. China und Indien als Großproduzentenländer sind zugleich große Verbraucher von Importkohle. Den Anstieg des Welthandels führen die Kohleimporteure auf die wachsende Nachfrage in Südostasien zurück. Die seewärtigen Ausfuhren nahmen in Australien, Indonesien, Russland und den USA zu.

Deutsche Einfuhren sinken deutlich

Gegen den globalen Trend zeigten sich die deutschen Steinkohleeinfuhren rückläufig. Sie sind um rund 13 Prozent, also 7 Mio. Tonnen, zurückgegangen. Die Einfuhr von Kesselkohlen brach um 17 Prozent ein, während die Einfuhren von Kokskohlen um fünf Prozent reduziert wurden.

Als ursächlich hierfür erachtet der Verein der Kohleimporteure die wachsende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern und den verschärften Wettbewerb mit Erdgas, nach dem der CO2-Preis deutlich angestiegen war. (hol)