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16 Januar 2017 | 11:08

Energiewende gewinnt den Kostenvergleich

Die Sektoren Industrie, fossil befeuerte Kraftwerke, Verkehr, Gebäudeheizung und Landwirtschaft tragen durch ihre Ausstöße von CO2, Methan und Lachgas zum Treibhauseffekt bei, der das Erdklima erwärmt., Bild: Kai Tholen  / pixelio.de
Bild: Kai Tholen / pixelio.de
Die Sektoren Industrie, fossil befeuerte Kraftwerke, Verkehr, Gebäudeheizung und Landwirtschaft tragen durch ihre Ausstöße von CO2, Methan und Lachgas zum Treibhauseffekt bei, der das Erdklima erwärmt.
Agora blickt in die Zukunft: Strom aus Erneuerbaren versus fossilen Energien in zwölf Szenarien.

Erneuerbare Energien sind klimafreundlich – das ist die Vorderseite der Medaille. Auf der Rückseite stehen die Kosten. Aber auch da gewinnen die regenerativen Energien den Vergleich, heißt es in einer Studie, die vom Öko-Institut für den Thinktank Agora Energiewende erarbeitet wurde.

Die Wissenschaftler haben darin 35 Jahre in die Zukunft geblickt. Sie verglichen ein Stromsystem, das zu 95 Prozent auf erneuerbaren Energien basiert, mit mehreren fiktiven Stromsystemen, die vollständig auf Erdgas und Kohle basieren. Demnach wird das gesamte Stromsystem auf Basis erneuerbarer Energien im Jahr etwa 64 Milliarden Euro kosten. Die Kosten für ein fossiles Stromsystem liegen im Durchschnitt von zwölf Szenarien bei 67 Milliarden Euro. In den Szenarien wurden die Kosten für Brennstoffe und die CO2-Preise variiert, woraus zwölf Vergleichsszenarien resultierten.

Energiewende als Versicherung gegen Preisrisiken

„Wir wissen nicht, wie sich die Preise für Kohle, Gas und CO2-Emissionen in den nächsten Jahrzehnten entwickeln werden“, sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. „Wir wissen aber, dass ein fossiles Stromsystem in den Szenarien, die mit einer recht großen Wahrscheinlichkeit eintreten, teurer ist als ein Erneuerbaren-Energien-Stromsystem. Die Energiewende ist insofern zum einen notwendig für den Klimaschutz und wirkt zum anderen gleichzeitig wie eine Versicherung gegen das Risiko hoher Brennstoff- oder CO2-Preise.“

In allen betrachteten Szenarien wurde einer sehr guten Versorgungssicherheit  Priorität eingeräumt. Während dies in den Kohle- und Gasszenarien über die fossilen Kraftwerke gewährleistet wird, wurde im Energiewende-Szenario mit großen Mengen an Speichern und Gaskraftwerken gerechnet. (wa)

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Zahl des monats

428

Mio. Tonnen Kohlendioxid wurden energiebedingt
im ersten Halbjahr ausgestoßen. Laut der Denkfabrik
Agora Energiewende bedeutet dies, verglichen mit 2016, einen Anstieg von fünf Mio. Tonnen oder 1,2 Prozent.