Auf dieser Seite können Sie sich in Ihr bestehendes Account einloggen oder für ein neues Account registrieren.
15 November 2016 | 12:35

UN: 2016 war das heißeste Jahr

Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen war ein Jahr so warm wie 2016. Allerdings stagnierte der globale CO2-Ausstoß in den jüngsten Jahren.

Gemäß dem internationalen Forscherverbund "Global Carbon Project" ist der weltweite Ausstoß des Treibhausgases CO2 in den jüngsten drei Jahren weitgehend stabil geblieben. Dies sei ein "klarer und beispielloser Bruch" angesichts des zeitgleichen Wirtschaftswachstums, teilten die Forscher gestern nach Angaben der Deutschen Welle mit. Es sei aber "viel zu früh", um schon von einer Wende zu sprechen, meinte Co-Autor Glen Peters in Marrakesch.

In der marokkanischen Stadt läuft noch bis Donnerstag eine UN-Klimakonferenz ("22. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention und 12. Vertragsstaatenkonferenz des Kyoto-Protokolls", COP22 | CMP12).

2015 trat der globale Ausstoß an CO2 laut der Studie im Vergleich zu 2014 mit 36,6 Mrd. Tonnen auf der Stelle. 2014 lag der Anstieg gegenüber 2013 bei 0,7 Prozent, für 2016 wird ein sehr leichter Anstieg von 0,2 Prozent erwartet. Von 2004 bis 2013 hingegen waren die Emissionen jährlich im Schnitt um 2,3 Prozent gestiegen. Die Stabilisierung lag den Autoren zufolge am geringeren Kohleverbrauch Chinas.

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) teilte derweil in Marrakesch mit, das Jahr 2016 werde das bisher heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen sein. Die globalen Temperaturen lagen demnach ungefähr 1,2 Grad Celsius über dem Niveau des vorindustriellen Zeitalters. Bereits 2015 war ein Rekordjahr und die Jahre von 2011 bis 2015 waren die wärmste dokumentierte Fünfjahresperiode. Von "Klima" spricht man allerdings erst ab 30-jährigen Zeitabschnitten.

Maßgeblich für die Erwärmung sei auch Anfang diesen Jahres das Heißwind- und Meeresströmungsphänomen El Niño gewesen. Mehrere andere Wetterdaten hätten ebenfalls alle Wärmerekorde gebrochen: etwa die Eisschmelze in der Arktis und die Temperaturen im russischen Anteil davon sowie die Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre. (geo)

STELLENMARKT

,

Social media

Folgen sie uns auf:
Facebook Twitter Xing

Zahl des monats

8

Gigawatt betrug die Leistung der deutschen Kohlekraftwerke am 2. Mai von 15 bis 16 Uhr. Dieses Allzeit-Minimum ermöglichten laut Agora Energiewende die erneuerbaren Energien, die in der Spitze 85 Prozent des Bedarfs abdeckten