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Energy2day muss Ordnungsgeld zahlen

Die Stadtwerke Bernburg wehren sich gegen Drückerkolonnen des Energieanbieters Energy2day.

Jede Menge Sorge mit Sorglosstrom: Die Liste der Städte, in denen die Verbraucherzentrale vor den unseriösen Geschäftsgebaren der Energy2day GmbH warnt, sei lang, heißt es bei den Stadtwerken Bernburg. Sie gäben sich als Mitarbeiter der Stadtwerke Bernburg aus, ergaunerten sich Bankverbindungen, indem sie zur Ermittlung einer angeblichen Ersparnis die Verträge einsehen wollen und gingen so auf Kundenfang für Sorglosstrom.

Bereits vor einem Jahr bekamen die Stadtwerke in einem Gerichtsverfahren Recht und erwirkten ein Anerkennungsurteil gegen Energy2day. Nun seien jedoch wieder verstärkt Vertreter unterwegs gewesen, um Kunden mit derselben Masche zur Unterschrift unter Stromverträge zu bewegen. Daher haben die Stadtwerke Bernburg beim Landgericht Magdeburg einen Bestrafungsantrag wegen Zuwiderhandlung gestellt und erneut Recht bekommen. Energy2day muss ein Ordnungsgeld von 2000 € zahlen. Die geladenen Zeugen konnten glaubhaft vermitteln, von dem Vertreter der Energy2day GmbH getäuscht worden zu sein, indem er sich als Stadtwerke-Mitarbeiter ausgab. Dass die Zeugin mit Ihrer Unterschrift den Energieanbieter wechseln würde, wurde ihr verschwiegen.

Die Stadtwerke Bernburg betonen, dass sie grundsätzlich keine Verträge an der Haustür schließen und dass sie auch nicht mit Energy2day oder deren Vertretern zusammenarbeiten. (wa)