Zähler defekt: Kunde muss weniger zahlen

Nach einem Urteil des Amtsgerichts Augsburg muss ein Kunde, wenn er wegen eines defekten Zählers mehr gezahlt hat, eine niedrigere Rechnung erhalten.

Konkret geht es bei dem Fall um Hausbesitzer aus Schwaben. Deren Stromverbrauch für ihr Haus war in einem Jahr um 40 Prozent gestiegen, im Folgejahr gab es eine weitere Steigerung, berichtet die "Bayerische Staatszeitung". Die Hausbesitzer ließen daraufhin den Zähler überprüfen. Dabei soll sich herausgestellt haben, dass der Bremsmagnet geschwächt gewesen sei und das Gerät daher zu schnell lief.

Der Stromversorger vermutete jedoch, dass die Kunden das Gerät mit einem Fremdmagnet selbst manipuliert hätten. Nach Ansicht des Augsburger Gerichts ließ sich das jedoch nicht nachweisen, da der defekte Zähler auch durch Blitzschlag, Überspannung, oder Kurzschluss zu schnell gelaufen sein könnte, schreibt das Blatt.

Nun muss der Versorger die Kosten für zwei Jahre neu berechnen, heißt es weiter. Die Hausbesitzer müssen damit die rund um die Hälfte gestiegenen Stromkosten nicht voll bezahlen. Das Urteil ist mittlerweile rechtskräftig (Az. 72 C 5458/14).  (sg)