Schweinfurt behält erwartungsgemäß Nachbarnetz

Die Stadtwerke Schweinfurt dürfen das Gasnetz in der Nachbargemeinde Niederwerrn weitere zehn Jahre lang betreiben.

Die 8000-Einwohner-Gemeinde Niederwerrn, die westlich direkt an die unterfränkische Stadt Schweinfurt angrenzt, hat die Konzession der Stadtwerke Schweinfurt auf ihr Gasnetz um zehn Jahre verlängert. Der Konzessionsvertrag trat 2009 in Kraft und enthält eine Verlängerungsoption. Das geht aus einer Pressemitteilung des Kommunalversorgers hervor.

Damit erleidet die Arrondierungspolitik der Stadtwerke Schweinfurt im Netzgeschäft keinen Rückschlag, auch wenn der Gemeinderat von Niederwerrn die Höchstlaufzeit von 20 Jahren nicht ausschöpfte. Dies komme mittlerweile vereinzelt vor, auch in der Region Unterfranken sagte Thomas Kästner, Geschäftsführer seit 1. Februar, auf ZfK-Anfrage. Er wolle aber nicht von einem "Trend" sprechen. Die Schweinfurter betreiben das Niederwerrner Gasnetz bereits seit 1972. Kästners Vorgänger Thomas Stepputat hatte die Stadtwerke unter anderem wegen anderer strategischer Auffassungen über den Netzbetrieb verlassen, so der Bayerische Rundfunk.

Stromseitig hatten die Stadtwerke 2014 dem Bayernwerk (Eon) das Niederwerrner Netz weggenommen und mittlerweile auch erworben. In anderen Umlandgemeinden Schweinfurts gehören Stromverteilnetze der genossenschaftlichen Unterfränkischen Überlandzentrale Lülsfeld (ÜZ, sprich: "ütz"). (geo)