83 Millionen Euro für nicht produzierten Windstrom

Im heute vorgelegten "Monitoringbericht Energie" machen sich BNetzA und Kartellamt Sorgen über die Kosten der Abregelung und des Redispatch.

Der Netzausbau hält nach Ansicht von Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur (BNetzA), nicht mit dem weiter erhöhten Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen zulasten konventioneller Kraftwerke Schritt. Homann äußerte sich bei der Vorlage des gemeinsamen "Monitoringberichts Energie 2015" mit dem Bundeskartellamt, der mit dem üblichen zeitlichen Nachlauf weitgehend die Entwicklung des deutschen Strom- und Gasmarktes im Kalenderjahr 2014 bewertet.

Dem Bericht zufolge haben die Übertragungsnetzbetreiber die Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen im vergangenen Jahr mit 83 Mio. € dafür entschädigt, dass sie beispielsweise ihre Windräder aus dem Wind drehen und vom Netz nehmen mussten, weil zu viel Strom erzeugt wurde. Diese Kosten des sog. Einspeisemanagements seien gegenüber 2013 um 89 % gestiegen. Die abgeregelte Strommenge habe sich von 555 auf 1581 Mio. kWh fast verdreifacht.

Der sog. Redispatch zur Stabilisierung des Stromsystems, also kurzfristige Eingriffe in die Fahrweise konventioneller Kraftwerke durch die Übertragungsnetzbetreiber, ist gegenüber 2013 um 6 % auf 8453 Stunden gestiegen und hat nach deren Angaben 187 Mio. € gekostet. (geo)



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