Gemeindetag auf Seiten der Trassengegner

Der Bayerische Gemeindetag "regt" bei seiner Landesregierung "an", Mindestabstände zu den geplanten HGÜ-Trassen vorzuschreiben.

Der Bayerische Gemeindetag bringt die Interessen der Gegner von Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs(HGÜ)-Leitungen und sonstigen Höchstspannungsprojekten auf die landespolitische Ebene: Er regte an, nach dem Vorbild anderer Länder im Landesentwicklungsprogramm raumordnungsrechtliche Mindestabstände zur Wohnbebauung festzusetzen. Bislang seien für die vorgesehenen mindestens acht Ausbauvorhaben, die den Freistaat betreffen, angesichts der von ihnen ausgehenden elektrischen und magnetischen Felder "nur sehr geringe" Abstände von der Wohnbebauung vorgesehen.

Ministerpräsident Horst Seehofer hatte HGÜ-Projekte in Bayern kategorisch abgelehnt, seine Wirtschaftsministerin Ilse Aigner den Widerstand dagegen nach dem Bund-Länder-Energiegipfel vom März relativiert (genauer dazu: gedruckte ZfK-Ausgabe 4/14, Seite 5). Nach dem Willen des Gemeindetags soll der Freistaat ein eigenes Netzausbau-Konzept erstellen. (geo)