Fernwärme-Preisuntersuchung in Mecklenburg-Vorpommern

Die Landeskartellbehörde Mecklenburg-Vorpommern hat einen Anfangsverdacht auf überhöhte Fernwärmepreise geäußert.

Das Landes-Wirtschaftsministerium als Kartellbehörde hat rd. 40 mecklenburg-vorpommersche Fernwärmeversorger aufgefordert, ihm bis Monatsende ihre Preise vom 15. Oktober in €/MWh in zwei als typisch angesehenen Abnahmefällen mitzuteilen. Grund seien "Anfangsverdachtsmomente für zu hohe Fernwärmepreise" und ein erhebliches Preissenkungspotential, sagte Staatssekretär Dr. Stephan Rudolph dieser Tage in Schwerin. "Insgesamt gibt es im Bereich Fernwärme zu wenig Wettbewerb", fügte er hinzu. Rudolph kann es nach eigenen Worten nicht nachvollziehen, warum Mecklenburg-Vorpommern hier zu den drei teuersten Bundesländern gehöre und die Preise in den neuen Ländern im Schnitt um 20 % über jenen in den alten Ländern lägen. Die Kapitalkosten der Sanierung der DDR-Fernwärmeversorgung nach der Wende erwähnte Rudolph nicht.

Gegen einen der angeschriebenen Versorger sei bereits ein Preismissbrauchsverfahren eingeleitet worden. Abgefragt werden die Preise für Kleinabnehmer (etwa Eigner größerer Einfamilienhäuser und Handwerksbetriebe) sowie für größere Abnehmer (z. B. mehrere Wohnblocks zusammen). (geo)