Angeprangerte Netzbetreiber wehren sich

Zwei der insgesamt neun von den Gas-Marktgebieten angeprangerten Netzbetreiber wehren sich in der ZfK gegen die Vorwürfe.

Die beiden Gas-Marktgebietsbetreiber NCG und Gaspool hatten bei einigen Netzbetreibern deren Netzkonten vom Oktober 2012 abgerechnet und bei neun eine prangerartige "Veröffentlichung gemäß Kooperationsvereinbarung V" veranlasst. Sie sollen nach ihrer Ansicht Differenzen von mehr als 50 % zwischen dem Ein- und -Ausspeisesaldo und der von ihnen allokierten (angemeldeten) Energiemenge der nicht leistungsgemessenen Endkunden (Haushalte und Kleingewerbe = SLP-Kunden gemäß Standardlastprofilen) aufgewiesen haben.

In der heute erscheinenden gedruckten Ausgabe der ZfK wehren sich die Stadtwerke Wunstorf sowie - für die Eneregio aus dem badischen Muggensturm – die Kooperation Südweststrom. Die Wunstorfer führen ins Feld, dass sie einer der wenigen Verteilnetzbetreiber sind, die am Übergang zwischen den beiden Marktgebieten angeschlossen sind. NCG und Gaspool hätten die jeweiligen Netzkonten der Wunstorfer nach KoV V saldieren müssen. Dann liege die Differenz unterhalb des Meldungsstatus – was NCG nach ihren Angaben bestreitet.

Südweststrom wiederum rechtfertigt sich für die von ihr netzbilanziell betreute Eneregio damit, dass es sich um ein kleines Netz mit einer extrem geringen Anzahl von SLP-Zählpunkten, nämlich zweien, handle. Deren geringe Ausspeisemenge führe in dem KoV-V-Rechensystem zu einer aufgeblähten prozentualen Differenz, die nichts mit der sowohl nominell als auch prozentual geringen Allokationsabweichung mit Schwerpunkt auf leistungsgemessene Kunden (rLM-Kunden) zu tun habe. (geo)