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14 Juli 2017 | 10:15

Badenova nimmt Energiedienst eine Netzpacht weg

Nach sieben Jahren Stromnetzpacht verliert eine EnBW-Tochter die EU-Ausschreibung an die Netztochter der Freiburger Badenova.

BN Netze, eine Tochter der Freiburger Badenova, hat eine europaweite Ausschreibung der Stromnetzpacht in zwei Breisgauer Kleinstädten gewonnen. Das teilte der Kommunalversorger gestern mit. Die Netzgesellschaft gab demnach aus Sicht des Konzessionsinhabers, der Stadtwerke Müllheim-Staufen, das "insgesamt wirtschaftlichste" Angebot ab. Die 19 000-Einwohner-Stadt Müllheim liegt gut 30 Kilometer, die Stadt Staufen mit 8000 Einwohnern etwa 20 Kilometer südlich von Freiburg.

Der Vorgang ist insofern bemerkenswert, als noch bis Ende nächsten Jahres der Pächter ein anderes Unternehmen ist: die EnBW-Mehrheitsbeteiligung Energiedienst AG aus dem schweizerischen Laufenburg am Hochrhein. Ihr wird die Pacht also weggenommen. Eine unabhängige Vergabestelle hatte die Angebote geprüft und nach dem Kriterienkatalog der Stadtwerke bewertet. Stadtwerkegeschäftsführer Jochen Fischer gratulierte BN Netze zu ihrem Erfolg.

Aus Konzessionären wurden jeweils Pächter

Die beiden Städte hatten das gemeinsame Stadtwerk 2009 mit Hilfe der Kooperation Kommunalpartner gegründet. Eines der Ziele war die Übernahme der Energienetzkonzessionen – aber mangels Größe kein Aufbau eines eigenen Netzbetriebs. Die Gaskonzession der Badenova (bezogen auf Müllheim) war schon fünf Jahre zuvor ausgelaufen, die des Energiedienstes für Strom reichte noch bis Ende 2010 respektive Ende 2011. Das neue Stadtwerk übernahm beide Konzessionen und verpachtete beide Netze jeweils an die Altkonzessionäre. Die unterhalten natürlich beide einen eigenen Netzbetrieb. (geo)

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Megawatt betrug der Zubau an Ökostromleistung weltweit in 2016, berichtet die Internationale Energieagentur (IEA). Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und umfasst nahezu zwei Drittel der neuen Stromerzeugung.