Schleswig-Holstein leistet mit seinen vielen Erneuerbaren-Projekten bereits einen großen Beitrag zur Energiewende und hat viel in die Netze investiert. Bei bundesweit einheitlicher Verteilung der Netzkosten würden die Netzentgelte in dem Bundesland um zehn Prozent sinken. Bild: Rolf Handke / pixelio.de

BEE: Förderkosten für Erneuerbare steigen kaum

Die Förderung für Strom aus erneuerbaren Energien steigt laut Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) im kommenden Jahr nur gering.

"Sie erhöhe sich von heute 2,1 auf voraussichtlich 2,3 ct/kWh. Das sei der Anteil an der EEG-Umlage, der direkt für den Ausbau erneuerbarer Energien verwendet wird", erklärt BEE-Geschäftsführer Harald Uphoff. Die reinen Förderkosten für die Erneuerbaren machen damit weniger als die Hälfte der EEG-Umlage 2013 aus. Diese werde nach Berechnungen des BEE auf bis zu 5,2 ct/kWh ansteigen. Würde zusätzlich zu den getroffenen Annahmen die Liquiditätsreserve für das kommende Jahr drastisch erhöht, könnte die Umlage sogar um weitere 0,3 ct/kWh ansteigen.


"Der geringe Anstieg der Förderkosten um 0,2 ct/kWh rechtfertige weder den Ausbau der Erneuerbaren deutlich zu verlangsamen, noch das bestehende Fördersystem generell infrage zu stellen", hält Uphoff den jüngsten Diskussionen um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entgegen. Ursachen für den Anstieg der EEG-Umlage seien neben dem Zuwachs erneuerbarer Energien vor allem die ausgeweitete Industrieförderung, sinkende Strompreise an der Börse sowie der nachträgliche Ausgleich zu geringer Einnahmen im laufenden Jahr.

Allein auf die Industrieförderung entfällt nach Berechnungen des BEE ein Anteil an der EEG-Umlage 2013 von 1,3 ct/kWh – immerhin ein Viertel des Gesamtbetrags. Wenn die Bundesregierung eine Industrieförderung in dieser Größenordnung für notwendig hält, müsse sie dafür andere Instrumente wählen als ausgerechnet die Stromrechnung der Verbraucher, fordert Uphoff. Dies könnten etwa entsprechende steuerliche Regelungen sein. (wa)