Eine Drahtanlage im Werk Avellino des Kupferherstellers Aurubis in Italien – ein energieintensives Unternehmen. Bild: Aurubis

Doppelt so viele Strompreis-Ausnahmen beantragt

Bis zum Stichtag Ende Juni haben sich insgesamt 2023 Unternehmen um eine Ausnahme bei der Ökostrom-Umlage beworben.

Dies sind mehr als doppelt so viel wie im vergangenen Jahr, als es noch 813 Unternehmen waren, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Denn die neuen Bedingungen für eine Ausnahme sind nicht mehr so streng: Lag die Grenze zur Befreiung bisher bei 10 Mio. kWh, ist diese jetzt auf 1 Mio. kWh geschrumpft. Wie stark der Strompreis aufgrund der vermehrten Bewerbungen letztendlich steigen wird, konnte die Bundesregierung noch nicht abschätzen.

Das Volumen der Entlastung werde wohl von derzeit 2,5 auf 4 Mrd. € ansteigen, antwortete die Bundesregierung nach Angaben der "SZ" auf die kleine Anfrage der Grünen. Allein 400 Mio. € würden dabei auf die Ausweitung der Ausnahme entfallen. Weitere 2,3 Mio. € muss der Bund allein für die zusätzliche Bürokratie bezahlen. Es seien zusätzlich insgesamt 50 neue Planstellen im zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle geschaffen worden. (sg)