Ertragswert ist die richtige Vergütung

Ein Rechtsgutachten zu Netzübertragungen hat nun ergeben, dass eine Vergütung per Ertragswert angemessen sei.

Geode, der europäische Verband der Strom- und Gasverteilerunternehmen, gibt die Fertigstellung des Rechtsgutachtens von Prof. Dr. Jürgen Kühling zur Frage nach der „wirtschaftlich angemessenen Vergütung“ für Netzanlagen gem. § 46 Abs. 2 Satz 2 EnWG bekannt. „Wir haben das Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, da es bei Konzessionswechseln immer wieder zum Streit über die richtige Berechnungsmethode zur Vergütung für Netzübertragungen kommt.”, so Christian Held, stellvertretender Präsident der Geode. Alt-Konzessionäre beanspruchen hierbei regelmäßig eine Vergütung auf Sachzeitwertbasis, Neu-Konzessionäre hingegen auf Ertragswertbasis.

Das Gutachten hat nun ergeben, dass der Altkonzessionär keinen Anspruch auf eine höhere Vergütung auf Sachwertbasis hat, denn diese stelle einen ungewollten „Sondergewinn” gegenüber den Ertragsmöglichkeiten dar. Die Position der Stadtwerke werde dadurch gestützt, betont Held. (msz)