Die Flagge der Europäischen Union
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Europas Regulierer vernetzen sich stärker

Die Regulierungs-Kooperationen CEER, ECRB und Medreg vereinbaren engere Zusammenarbeit.

Die Mitglieder verschiedener Energieregulierungs-Organisationen aus ganz Europa wollen enger kooperieren. Sie trafen sich in Wien, um eine Vereinbarung zur stärkeren regulatorischen Zusammenarbeit zu unterzeichnen. Die drei Institutionen CEER, ECRB sowie Medreg sind Zusammenschlüsse von Energieregulierungsbehörden, die unterschiedliche geographische Räume abdecken.

Vier Bereiche haben die Organisationen ausgewählt: den Austausch bewährter Regulierungspraxis, die Förderung gemeinsamer Veranstaltungen und Schulungen, die Stärkung bestehender bilateraler und trilateraler Kooperationsmechanismen sowie die Entwicklung gemeinsamer Berichte, soweit dies für alle drei Organisationen möglich und vorteilhaft ist.

Unterzeichnung in Wien

Die Unterzeichnung fand bei der österreichischen Regulierungsbehörde E-Control statt, deren Vorstand Wolfgang Urbantschitsch Vizepräsident von CEER ist. „Ich freue mich sehr, dass es durch diese Kooperation künftig eine noch stärkere Basis für die internationale Zusammenarbeit gibt und wir so gemeinsam die Weiterentwicklung des grenzüberschreitenden Energiemarktes vorantreiben können“, so Urbantschitsch.

Das Council of European Energy Regulators (CEER) wurde 2000 mit dem Ziel der intensiven Zusammenarbeit der europäischen Energieregulierungsbehörden gegründet. CEER hat mittlerweile 29 Mitgliedsländer, darunter Deutschland mit der Bundesnetzagentur. Sieben Länder nehmen als Beobachter teil. Das Energy Community Regulatory Board (ECRB) wurde 2005 gegründet; sei Schwerpunkt liegt in Südosteuropa. Medreg ist der Verband der Energieregulierungsbehörden im Mittelmeerraum, der 2007 gegründet wurde. (wa)