KWK-Aufschlag steigt wahrscheinlich auf 0,445 ct/kWh

Wegen der Novellierung des KWK-G fahren die ÜNB zweigleisig und ermitteln zwei KWK-Aufschläge.

Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben aufgrund der aktuellen Datenlage die vorläufigen KWK-Aufschläge (vielfach auch als KWK-Umlage bezeichnet) für das kommende Jahr ermittelt. Aufgrund der Novellierung des KWK-G haben sie dabei zwei Versionen veröffentlicht: Einmal einen KWK-Aufschlag, basierend auf dem gültigen Gesetz und einen KWK-Aufschlag, der den Entwurf des KWK-G-2016 als Basis zugrunde legt. Die ÜNB gehen davon aus, dass "mit hoher Wahrscheinlichkeit" die Gesetzesnovelle bis Ende 2015 verabschiedet wird und damit zum 1. Jan. 16 in Kraft tritt.

Nach dem KWK-G-16 gilt: Auf Basis der Mitte Okt. 15 bei den ÜNB vorliegenden Prognosedaten über die Höhe der für 2016 erwarteten förderfähigen KWK-Strommengen, der Wärme- und Kältenetz-Förderzahlungen, der Wärme- und Kältespeicher-Förderzahlungen sowie der Stromabgabe an Letztverbraucher aus den Netzen für die allgemeine Versorgung, auf die die Belastungen umgelegt werden, ergibt sich für das Jahr 2016 ein Aufschlag auf die Netzentgelte für alle Letztverbräuche der Letztverbrauchskategorien A in Höhe von 0,406 ct/kWh (bis 100 000 kWh je Abnahmestelle). Zu diesem Wert kommen noch nachzuholende Aufschläge in Höhe von 0,04 ct/kWh. In der Summe ergibt sich demnach ein Wert für die Letztverbräuche von 0,445 ct/kWh. Zum Vergleich: Derzeit liegt der Wert bei 0,254 ct/kWh.

Für die Kategorie B (Großverbraucher, größer 100 000 kWh je Abnahmestelle)  haben die ÜNB einen Wert von 0,04 ct/kWh ermittelt, für die Kategorie C (stromintensive Industrie) liegt der Wert bei 0,03 ct/kWh.

Für das Szenario 2 mit dem gültigen KWK-G kommen die ÜNB zu folgenden Ergebnissen: Kategorie A: KWK-Aufschlag für Letztverbräuche: 0,379 ct/kWh; Kategorie B: 0,05 ct/kWh; Kategorie C: 0,025 ct/kWh. (al)