Die Suedostlink-Trasse läuft über Erdkabel.
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Netzagentur legt Pläne für Suedostlink-Abschnitt aus

Das Teilstück der Stromtrasse führt von Naumburg bis nach Hof. Bürger und Behörden können bis 1. April Stellung nehmen.

Die Bundesnetzagentur legt bis Ende Februar die Unterlagen für den Abschnitt B der Gleichstromtrasse Suedostlink aus. Der Abschnitt ist rund 83 Kilometer lang, beginnt im Raum Naumburg in Sachsen-Anhalt und endet bei Hof in Bayern. Von den vorgeschlagenen Korridoren werden die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen und Bayern berührt.

Die Pläne liegen bei den Stadtverwaltungen in Gera und Schleiz sowie den Bundesnetzagentur-Standorten in Erfurt, Chemnitz und Bonn aus. Mit Beginn der öffentlichen Konsultation haben nun alle Betroffenen bis zum 1. April die Möglichkeit, ihre Stellungnahmen in das Verfahren einzubringen, erläutert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Diese Hinweise berücksichtige die Bundesnetzagentur bei ihrer bevorstehenden Entscheidung.

50Hertz und Tennet haben Trassenkorridor vorgeschlagen

Neben der Raumverträglichkeitsstudie und der Strategischen Umweltprüfung beinhalten die Unterlagen auch Untersuchungen zum Arten- und Gebietsschutz. Auch eine immissionsschutzrechtliche Ersteinschätzung ist Teil der Unterlagen. Die Netzbetreiber 50Hertz und Tennet haben verschiedene alternative Verläufe miteinander verglichen und einen Trassenkorridor vorgeschlagen.

Dieser Trassenvorschlag beginnt nordöstlich der Stadt Eisenberg, schwenkt westlich von Bad Köstritz nach Südwesten, um Gera groß­räumig westlich zu umgehen. Bei Weida soll die Trasse mit einer Freileitung bis Langen­wetzen­dorf gebündelt werden. In Rosen­bach im Vogt­land passiert die Leitung die thüringisch-sächsische Landesgrenze. An Reuth vorbei geht es erneut über die sächsisch-thüringische Landesgrenze. Sie endet beim Ländereck Thüringen/Bayern/Sachsen bei Gefell.

Inbetriebnahme für 2025 geplant

Die Behörde werde die eingegangenen Stellungnahmen mit den Einwändern erörtern. Später werde sie alle vorgebrachten Argumente gegeneinander abwägen und einen 500 bis 1000 Meter breiten Korridor festlegen, in dem die Leitung später verlaufen wird. Diesem Schritt folgt das Planfeststellungsverfahren, in dem der genaue Verlauf festgelegt wird.

Die gesamte Trasse Suedostlink führt von Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt zum Umspannwerk Isar nahe Landshut. Sie soll 2025 in Betrieb gehen. (wa)