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Bild: Linz AG

Regulierer hilft Stadtwerken bei Netzübernahme

Im Streit um eine Konzessionsübernahme hat eine Tochter der Stadtwerke Lübeck bei der Bundesnetzagentur einen wichtigen Erfolg erzielt.

Dabei geht es um die Übertragung des Stromnetzes der Gemeinde Ratekau von Schleswig-Holstein Netz (SHN) an die Stadtwerke-Tochter Regionalnetz Ostholstein Süd (RNOHS). Die SHN wird im Beschluss der Bundesnetzagentur verpflichtet, bis Ende Oktober ein verbindliches Konzept für die Netzübertragung vorzulegen. Weiterhin sehe der Beschluss vor, dass auch sämtliche Mittelspannungsleitungen im Gemeindegebiet gegen einen angemessenen Ausgleich zu übertragen sind. Insbesondere dieser Punkt – der Umfang der Übertragung von Leitungen und Netzelementen – war in der Vergangenheit strittig.

Marcus Böske, Geschäftsführer der RNOHS und der Netzgesellschaft der Stadtwerke Lübeck, hebt hervor, dass der Beschluss über den verpflichtenden Charakter der Netzübertragung hinaus durch die Einbeziehung der Mittelspannungsebene insbesondere auch für die mit fünf anderen kommunalen Netzbetreibern der Region gegründete Netzkooperation ein wichtiger Meilenstein sei – auch dann, wenn eine Beschwerde gegen den Beschluss vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf zu erwarten sei.

„Das seitens der SHN immer wieder vorgetragene Argument, die kommunale Netzentflechtung führe zu einer Zersplitterung der Netze und gefährde damit letztlich die Versorgungssicherheit, entbehrt jetzt jeder Grundlage“ betont Böske. Damit werde auch die Position der Netzkooperation Holstein gestärkt. (wa)