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Regulierer schlägt Meldeplattform für Daten vor

Bundesnetzagentur veröffentlicht Grundsatzpapier zur Bedeutung von Daten in den Netzsektoren.

Die Bundesnetzagentur hat ein Grundsatzpapier zur Bedeutung von Daten in den Netzsektoren veröffentlicht. Darin analysiert sie die Bedeutung von Daten als Wettbewerbs- und Wertschöpfungsfaktor in den klassischen Netzsektoren sowie für neue datenbasierte Geschäftsmodelle.

Die Behörde sieht regulatorischen Handlungsbedarf und legt im Grundsatzpapier ihre Sicht verschiedener Handlungsoptionen dar. Diese reichen von stärkeren Transparenzverpflichtungen über die Förderung von Standardisierung und Interoperabilität bis zur Etablierung von Zugangsregeln zu Daten.

Regulierer wirbt für strengere Entflechtung

Sofern Netzbetreiber exklusiv über bestimmte Daten verfügen, könne es zu Wettbewerbsverzerrungen und Innovationseinschränkungen kommen, so die Bundesnetzagentur. Um im Energiesektor datenbasierte Potenziale heben zu können, seien aus wettbewerblicher Sicht strengere Entflechtungsvorgaben für die integrierten Netzbetreiber erforderlich. Ein Anspruch der Marktakteure gegenüber den Netzbetreibern auf Veröffentlichung von konkreten Netzdaten könne außerdem dazu beitragen, die Entwicklung innovativer Dienstleistungen im Strommarkt zu fördern.

Im Rahmen eines Fachdialogs will die Regulierungsbehörde nun Marktteilnehmer und externe Datenexperten zusammenbringen. „Denkbar“ seien Marktkonsultationen, die wiederum Basis für die Entwicklung einer Meldeplattform durch die Bundesnetzagentur sein können. Über eine solche Plattform hätten Marktteilnehmer die Möglichkeit, unkompliziert und zeitnah Probleme oder Anregungen im Umgang mit Daten, etwa hinsichtlich diskriminierenden Verhaltens oder der Umsetzung von Datenstandards, mit der Bundesnetzagentur auszutauschen.

Mitte Januar 2019 will die BNetzA einen Fachdialog zur Bedeutung von Daten als Wettbewerbs- und Wertschöpfungsfaktor in den Netzsektoren veranstalten, um die Diskussion mit Markt und Fachleuten zu starten. (wa)