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11 April 2017 | 11:40

Zwentendorf – eine Investition wert

Bei der Landesenergiegesellschaft EVN denkt man darüber nach, neben der AKW-Ruine Zwentendorf ein konventionelles Kraftwerk zu errichten.

Der Baubeginn des Kernkraftwerks Zwentendorf, das nach einer 1978 abgehaltenen Volksabstimmung mit negativem Ergebnis „eingemottet“ worden ist, jährt sich in diesem Jahr zum 45. Mal. Vor wenigen Jahren hat die damals als Energieversorgung Niederösterreich firmierende EVN das Kernkraftwerk vom Verbund und den anderen Landesenergiegesellschaften gekauft – zum Schnäppchenpreis von 2,5 Mio. Euro angesichts der auf mehr als einer Mrd. Euro aufgelaufenen Kosten für Bau und Erhalt des Kraftwerks.

Investitionsschnäppchen


Der Kauf Zwentendorfs sei für die EVN eine lukrative Investition in die Zukunft, so Stefan Zach, Leiter Information und Kommunikation bei der EVN im österreichischen Radio ORF 1. „Einen Standort wie diesen kriegen Sie nicht nur in Österreich, sondern in ganz Mitteleuropa kein zweites Mal. "Es wurden hier über die Jahre viele Berechtigungen verlängert, die für den Betrieb eines konventionellen oder alternativ betriebenen Kraftwerks nötig sind, ob das die Leitungsinfrastruktur bis zum nächsten Umspannwerk ist oder die Schiffsanlegestelle oder auch die Wasserentnahmerechte zu Kühlzwecken“.

Gesetz stillschweigend nie umgesetzt


Gemäß einer sogenannten Lex Zwentendorf hätte nach der Volksabstimmung die Flächenwidmung eigentlich wieder aufgehoben werden müssen. Stillschweigend sei diese Regelung später aber nie umgesetzt worden. „Derzeit können Sie große thermische Kraftwerke nicht im Markt unterbringen, aber sollte es wieder einmal einen Bedarf geben, so ist das ein perfekter Standort“, so der EVN-Sprecher. (ad)

 

 

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Zahl des monats

165 000

Megawatt betrug der Zubau an Ökostromleistung weltweit in 2016, berichtet die Internationale Energieagentur (IEA). Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und umfasst nahezu zwei Drittel der neuen Stromerzeugung.