ZfK-NachhaltigkeitsAWARD 2022


  • Hier lesen Sie den Sonderteil zum ZfK-NachhaltigkeitsAWARD verliehen auf dem Ludwig-Erdhard-Gipfel

     

Die Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) hat zum dritten Mal den NachhaltigkeitsAWARD verliehen. Die Preisverleihung fand am 21. April im Rahmen einer der größten Wirtschaftskonferenzen in Deutschland, dem Ludwig-Erhard-Gipfel im oberbayerischen Tegernsee statt. An zwei Tagen diskutieren dort Meinungsführer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft über die Facetten des diesjährigen Konferenzthemas "Nachhaltig Wachsen: Neue Agenda für Deutschland und Europa".

Insgesamt 13 Preise

Auch in diesem Jahr hat die ZfK insgesamt 13 Preise vergeben. Neben der Verleihung des Preises der Redaktion werden in den Kategorien Energie, Entsorgung, Mobilität und Wasser/Abwasser jeweils drei Unternehmen mit dem Leserpreis in Gold, Silber und Bronze prämiert.

„Wir wollen mit dem Preis beispielhaft Vorzeigeprojekte herausstellen, die übertragbar sind auf andere Kommunen und vor allem andere kommunale Unternehmen zum Nachahmen motivieren“, sagt Carsten Wagner, Geschäftsführer des VKU Verlags, der die ZfK herausgibt. Die Bewerberliste umfasste bei dieser Ausschreibung knapp 70 Projekte. „Die Vielzahl der eingereichten Projekte zeigt eindrucksvoll, dass gute Ideen und nachhaltiges Engagement keine Frage der Unternehmensgröße sind“, erklärt ZfK-Chefredakteur Klaus Hinkel.
 


  • Freuen sich über Ihre Auszeichnung: Die Preisträger des NachhaltigkeitsAWARDS 2022.

ZfK-NachhaltigkeitsAWARD 2022: Die Leserpreisträger

Preis der Redaktion

Der Preis der Redaktion ging in diesem Jahr nach Brandenburg, an die Stadtwerke Hennigsdorf. Der Kommunalversorger treibt seit Jahren die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung konsequent voran. Mehr zu dem Projekt weiter unten)

„Das Beispiel Hennigsdorf zeigt, dass auch ein kleineres Stadtwerk mit schlüssigem Konzept, Hartnäckigkeit und Teamgeist Großes vollbringen und so zu einem Leuchtturmprojekt für die kommunale Wärmewende werden kann“, sagte die stellvertretende ZfK-Chefredakteurin Elwine Happ-Frank in ihrer Laudatio.

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Voraussetzung dafür, dass die Energiewende als Ganzes gelingt, ist die Dekarbonisierung des Wärmesektors: Einen Erneuerbaren-Anteil von 50 Prozent will die Bundesregierung bis 2030 erreichen, aktuell liegt dieser deutschlandweit bei rund 15 Prozent.  Die Stadtwerke Hennigsdorf aus Brandenburg sind hier dank eines ganzheitlichen und langfristig verfolgten Versorgungskonzeptes schon deutlich weiter. Basis hierfür ist das Projekt „Das multifunktionale Fernwärmenetz als Wärmedrehscheibe“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird.

Multifunktionsspeicher erhöht Erneuerbaren-Anteil auf über 80 Prozent

Durch die Nutzung von unter anderem Biomasse, Bioerdgas und Solarthermie sowie Abwärme werden rund 65 Prozent der Hennigsdorfer Fernwärme aktuell klimaneutral erzeugt. 2019 konnten die Stadtwerke vollständig aus der Kohlefeuerung aussteigen. Mit der geplanten Einbindung eines großen Multifunktionsspeichers soll der Anteil grüner Wärme ab dem kommenden Jahr sogar auf über 80 Prozent steigen, in den Sommerhalbjahren soll eine bis zu 100 Prozent regenerative Wärmeversorgung möglich werden.

Energie

In der Kategorie „Energie“ geht der Leserpreis in Gold an die TWS Thüringer Wärme Service aus Erfurt für ein ganzheitliche Quartiersprojekt und die Errichtung eines Kalten Nahwärmenetzes auf Basis von Erdwärme in Werther.

„Dieses Vorzeigeprojekt zeigt mustergültig auf, wie die Energie- und Wärmewende im ländlichen Raum erfolgreich umgesetzt werden kann“, betonte Laudator Klaus Hinkel, Chefredakteur der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) in seiner Laudatio.

Der Leserpreis in Silber wurde an die Stadtwerke Trier überreicht, die in einer eigenen Biogas-Aufbereitungsanlage regionales Biogas zu grünem Erdgas veredeln.

Den Leserpreis in Bronze erhält die Stadtwerke Bielefeld-Gruppe für ihre Energiespar- und Mitmach-Kampagne „BIE a Hero“.

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"Kaltes Nahwärmenetz für das Wohngebiet Lehmkuhle in Werther"

Die Thüringer Wärme Service (TWS) hat im Rahmen eines ganzheitlichen Quartierskonzeptes ein kaltes Nahwärmenetz aufgesetzt: Besonders ist hierbei, dass das dazugehörige 8000 m2 große Geothermie-Kollektorfeld nicht per Aushub, sondern mittels Pflugverfahren realisiert wurde. Dadurch wurden unter anderem die Kollektoren sowie die Netze innerhalb von sieben Monaten errichtet.

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe (WP) mit Direktkondensation im Wärmespeicher soll die Energiequelle effektiv und wirtschaftlich nutzen. Die Stromversorgung wird mittels PV-Batteriespeicher-Systemen realisiert. Der Gesamtautarkiegrad des Quartiers soll über 70 Prozent betragen.

„Regionales Biogas aus der Eifel“

Die Stadtwerke Trier (SWT) veredeln in einer eigenen Biogas-Aufbereitungsanlage regionales Biogas zu grünem Erdgas. Ein Speicher ist ebenso integriert. Für das Projekt wurden sieben Biogasanlagen durch eine 45 Kilometer lange Leitung vernetzt. Das aufbereitete Biomethan wird in das Erdgasnetz eingespeist und kann flexibel in anderen Sektoren verwendet werden.

Power2Gas-Anlage denkbar

Zudem wird es regional vermarktet: Einerseits für die EEG-geförderte Stromerzeugung in BHKW; andererseits auch für die anteilige Belieferung von Haushalts- und Gewerbekunden. Das Projekt bietet gute Voraussetzungen für den Aufbau einer Power2Gas-Anlage: Abgeschiedenes CO2 soll künftig mit vor Ort erzeugtem Wasserstoff drucklos zu grünem Methan verarbeitet werden.

Kampagne "BIE a Hero"

Die Stadtwerke Bielefeld beteiligen ihre Kundinnen und Kunden mit der Kampagne "Bie a Hero" aktiv an der Erreichung der eigenen Klimaschutzziele. Zusammen mit der IT-Schmiede Changers entwickelten sie eine App, über die ihre Kunden ihren CO2-Abdruck festhalten können. Ziel war es, über tägliche Aktivitäten, etwa bei der Mobilität oder bei der Ernährung, Emissionen einzusparen.

App hat bereits 7000 Nutzer

Ein dahinterliegendes Punkte-System wandelte diese Einsparungen in Punkte um. Wenn ein Nutzer genügend Punkte zusammen hat, spendet das nordrhein-westfälische Unternehmen einen Baum. Insgesamt sollen so 50.000 Bäume gepflanzt werden. Bereits im Oktober 2021 hatte die App 7000 User.

Entsorgung

In der Kategorie „Entsorgung“ wurde das bundesweite Mehrwegpfandsystem der Darmstädter Heag Fair Cup GmbH mit dem Leserpreis in Gold prämiert.

„Der Darmstädter Mehrwegbecher ist ein schönes Beispiel dafür, wie man Kreativität und Ideenreichtum aus Hochschulen mit unternehmerischer Kompetenz verbindet, aber auch für den gelungenen Austausch zwischen Kommunen“, hob Laudator Michael Ebling, Präsident des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU) und Oberbürgermeister von Mainz, hervor. 

Der Leserpreis in Silber ging an die Gemeinschaftsaktion „Ihre kommunale Abfallwirtschaft, Sachsen“ für die sachsenweite Kampagne „Bio ohne Plaste“. Bronze ging an die bonnorange AöR,  die mit ihrer umfassenden Kampagne ihre „Bonn geht den Mehrweg“ Bürger*innen zum Gebrauch von Mehrweg- statt Einwegbechern motivieren will.

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"Mehrwegpfandprodukte als Verpackungsersatz"

Die Darmstädter Heag-Holding hat gemeinsam mit dem Göttinger Unternehmen FairCup ein universelles, bundesweites Mehrpfandsystem mit einem breiten Produktportfolio aufgebaut. Hierzu wurde das Gemeinschaftsunternehmen Heag FairCup GmbH gegründet.

Der Fokus liegt nicht nur auf den Einwegbechern. Neben etablierten Mehrwegbechern in unterschiedlichen Größen wurden ebenso Schalen für das Mehrwegpfandsystem entwickelt. Die Gegenstände können 500 bis 1000 Spülzyklen überleben und dann deutschlandweit an über 1000 Stellen zurückgenommen werden, weil dazugehörige Standardautomaten bereitstehen.

Kampagne "Bio ohne Plaste"

Die Qualität der Bioabfälle verbessern – das ist das Ziel der sachsenweiten Kampagne „Bio ohne Plaste“ der Stadtreinigungsbetriebe der Stadt Chemnitz. Kooperationspartner sind die Stadtreinigung Leipzig, die Stadt Dresden und der Zweckverband Abfallwirtschaft Westsachsen. Aus Bioabfall können Kompost oder Biogas gewonnen werden; aber nur, wenn er frei von Fremdstoffen ist.

"Micha", Wächter der Biotonne

Im Mittelpunkt der Kampagne steht Michael, der Wächter der Biotonne. In Anlehnung an einen Türsteher bewacht "Micha" die Biotonnen und lässt nur organische Abfälle hinein. Er ist sowohl analog als auch digital (Social-Media) im Einsatz. So hat Michael ein eigenes Fahrzeug mit der Botschaft "Du kommst hier nicht rein."

„Bonn geht den Mehrweg“

Bürger zum Gebrauch von Mehrweg- statt Einwegbechern zu motivieren – das steht im Mittelpunkt der Kampagne "Bonn geht den Mehrweg" des kommunalen Entsorgungsunternehmens bonnorange. Zentrales Element ist eine Stadtkarte, auf der Geschäfte eingetragen sind, die Kaffee und Wasser in mitgebrachte Becher abfüllen oder ein Mehrwegsystem anbieten.

Dort sind schon über 150 Betriebe eingetragen. Mittlerweile werden Mehrwegbehältnisse jeglicher Art gefördert. Mit Blick auf die Corona-Pandemie wurde 2021 ein neuer Hygieneleitfaden entwickelt, der online und im Rahmen der monatlichen „Gaststättenunterrichtung“ der IHK zur Verfügung gestellt wird.

Mobilität

Die Stadtwerke Völklingen Holding treibt vor Ort die Mobilitätswende mit einem ganzheitlichen, konzernweit umgesetzten Mobilitätskonzept voran. Herzstück ist die Umstellung der insgesamt 35 Busse bis 2031 auf Elektromobilität. Dafür wurde das kommunale Unternehmen mit dem Leserpreis in Gold ausgezeichnet.

„Ich freue mich, dass auch kleinere Stadtwerke und Verkehrsbetriebe die Verkehrs- und Energiewende als eine Aufgabe begreifen, die Synergien in beide Richtungen schafft“, betonte Laudator Tim Dahlmann-Resing, Vorstandsmitglied der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft aus Nürnberg, die im vergangenen Jahr zu den Preisträgern gehörte.

Der Leserpreis in Silber geht an die ESWE Versorgungs AG aus Wiesbaden für ihr Projekt „ESWE Community Ladesäule“, bei dem die Bürger*innen bei der Planung eines bedarfsgerechten Ladesäulen-Netzwerks miteinbezogen werden. 

Den Leserpreis in Bronze bekommen die Stadtwerke Tübingen, die gemeinsam mit der Schweizer Firma Furrer + Frey die Schnellladestation Voltap entwickelt haben. Die innovative Lösung soll die Elektrifizierung im Bahnbereich beschleunigen.

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Umstellung der gesamten Bus-Flotte auf Elektroantrieb bis 2031

Die Stadtwerke Völklingen haben sich im Bereich der Energie- und der Mobilitätswende ambitionierte Ziele gesetzt. Ab März dieses Jahres nehmen die ersten beiden E-Busse den Betrieb auf. Für das Saarland ist das eine Premiere. Bis 2031 soll die gesamte Flotte von aktuell rund 35 Bussen auf Elektromobilität umgestellt sein.

Ganzheitliches Mobilitätskonzept

Basis für dieses Leuchtturmprojekt bildet ein ganzheitliches, konzernweit umgesetztes Mobilitätskonzept mit Fokus auf Eigenregie, lokale Wertschöpfung und Mobilitäts-Angeboten für jeden. Gestartet sind die Stadtwerke Völklingen 2017 mit einem Kombiprodukt aus Leasing für einen E-Smart und Ökostrom-Vertrag.

"ESWE Community Ladesäule"

Die ESWE Versorgungs AG aus Wiesbaden bezieht bei der Planung eines bedarfsgerechten Ladesäulen-Netzwerks alle Bürger:innen mit ein. Die Mobilitätswende entwickelt sich so zum selbstgestalteten Projekt der Menschen in der Stadt. Bürger:innen  können vorschlagen, wo in der Region eine neue E-Tankstelle errichtet werden soll. ESWE-Experten prüfen alle potenziellen Standorte auf Flächeneignung sowie Umsetzbarkeit.

Interessierte Bürger unterstützen Bau der Ladesäule finanziell

Im Fortgang bestimmen die Interessierten persönlich, welches der Projekte realisiert wird: Mit einem Betrag zwischen 50 und 500 Euro unterstützen sie den Bau der „Community Ladesäulen“, die in die Liste aufgenommen wurden. Wird das Sparziel für eine Säule erreicht, beginnen die Bauarbeiten. Der von den Geldgebern hinterlegte Betrag wird auf der ESWE-Ladekarte gutgeschrieben.

„Voltap“

Mit einer gemeinsam entwickelten Schnellladestation Voltap wollen die Stadtwerke Tübingen (swt) und der Schweizer Oberleitungsspezialist Furrer+Frey die Elektrifizierung im Bahnbereich beschleunigen. Rund 40 Prozent des deutschen Schienennetzes sind noch nicht elektrifiziert. Eine wichtige Alternative stellen hier Batteriezüge dar. Das Fehlen einer Schnellladestation verminderte aber bisher die Chancen, fossile Antriebe durch Batteriezüge zu verdrängen.

Ziel ist eine rasche Marktzulassung

Voltap schließt laut swt hier nicht nur eine technische Lücke, sondern ist auch ein Baustein für eine klimafreundliche Bahn-Infrastruktur. Die Lösung ist flexibel, modular, schnell einsetzbar und kostet nur einen Bruchteil im Vergleich zu Oberleitungen – auch im Betrieb. Nach einer mehrjährigen Testphase wird nun die rasche Marktzulassung angestrebt.

Wasser/Abwasser

Auf den Klimawandel und die damit verbundenen Trockenphasen und die steigende Schadstoffbelastung des Wassers haben die Stadtwerke Pforzheim mit einer ganzheitlichen und nachhaltigen Wasserstrategie reagiert. Dafür erhalten sie den Leserpreis in Gold.

„Diese wasserwirtschaftliche Strategie wird zur Nachahmung empfohlen“

„Die Pforzheimer überzeugen mit einer soliden wasserwirtschaftlichen Gesamtstrategie. Diese hat das Zeug zum Best Case und wird zur Nachahmung unbedingt empfohlen“, so Michael Ebling, Präsident des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU) und Oberbürgermeister von Mainz in seiner Laudatio. 

Der Leserpreis in Silber wurde an die Stadtwerke Augsburg Wasser GmbH überreicht. Die Augsburger Wasserversorgung ist seit vergangenem Jahr klimaneutral. Der Leserpreis in Bronze ging an die Emschergenossenschaft/Lipperverband für die Sensibilisierungskampagne „Macht’s klar – Weniger Medikamente im Abwasser“.

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"Wasserwirtschaftliche Strategie"

Mit ihrer langfristig angelegten, neuen wasserwirtschaftlichen Strategie wollen die Stadtwerke Pforzheim Resilienzen für absehbare Auswirkungen des Klimawandels schaffen, die Trinkwasserversorgung langfristig sichern, die Wasserqualität weiter steigern und die CO2-Emissionen der Trinkwasserproduktion senken.

Eigenwasserquote soll deutlich gesteigert werden

Im Fokus steht dabei eine Steigerung der Wasserneubildungsrate, die Eigenwasserquote soll von aktuell 36 auf 70 Prozent bis 2030 gesteigert und langfristig auf die Supplementierung von Fernwasser verzichtet werden. Außerdem wird die energetische Optimierung des gesamten Wasserversorgungssystems vorangetrieben. 

"Klimaneutrales Trinkwasser"

Seit Sommer vergangenen Jahres ist die Augsburger Wasserversorgung klimaneutral. Der für den Betrieb der Trinkwassergewinnung und des Wassernetzes nötige Energiebedarf wurde komplett auf Ökostrom aus der Region umgestellt. Die verbleibenden Rest-Emissionen in Höhe von circa zwei Prozent werden durch Zukauf von Gold-Standard-Zertifikaten eines Klimaschutzprojektes in Indien für sauberes Trinkwasser ausgeglichen.

"Augsburger Modell"

Das klimaneutrale Trinkwasser ergänzt dabei die nachhaltigen Wertvorstellungen des Kommunalversorgers im Bereich der Wasserversorgung. Seit über 30 Jahren verfolgen die swa mit dem "Augsburger Modell" der extensiven Bodenbewirtschaftung den Ansatz, Wasserressourcen langfristig zu schützen, anstatt den Weg der Wasseraufbereitung zu wählen.

Kampagne: "Macht’s klar – Weniger Medikamente im Abwasser"

Bürger:innen der Großstadt Essen für die richtige Entsorgung von Medikamenten über die Restmülltonne sensibilisieren und dadurch den Schutz von Grundwasser und Wasserfauna verbessern – das ist das Anliegen einer mehrjährigen Kampagne von Emschergenossenschaft/Lippeverband. Neben  Kommunikationsmaßnahmen in Ärzte- und Apothekerschaft, gehörten auch Fortbildungen für Lehr- und Pflegekräfte dazu.

Messbare Verhaltensänderungen

Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung von Bildungsmaterialien für Lehrkräfte und ihr Einsatz in Schulklassen. Vorher-Nachher-Umfragen zeigten, dass sich das Problembewusstsein der Bevölkerung dadurch deutlich erhöht und dies zu einer messbaren Verhaltensänderung geführt hat. Mittlerweile nutzen weitere Städte, Gemeinden und Institutionen die Materialien und passen diese auf ihre individuellen Gegebenheiten an.


Über die ZfK

Die Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) ist 2022 als  einziger Titel aus dem Energiebereich unter den ersten 80 größten Fachmedien vom Medienbranchenblatt HORIZONT gelistet. Die Zeitung ist mit einer IVW-geprüften Auflage von 15.664 verkauften Exemplaren nicht nur Marktführer dieser Branche, sondern mit dem werktäglichen "ZfK-Morning Briefing" sowie dem reichweitenstarken Internetauftritt www.zfk.de ein unverzichtbares Medium der kommunalen Wirtschaft.

Die ZfK erreicht pro Ausgabe 45.000 Leserinnen und Leser, und das digitale Morning Briefing geht an 30.000 Entscheider in der Branche. Die Fachzeitung wird in Deutschland von den Top-Entscheidern in Stadtwerken, kommunalen Unternehmen und Rathäusern gelesen. Neben dem Hauptthema Energie rücken aktuell Mobilität, Telekommunikation, Digitalisierung, Personal & Karriere, Wasser/Abwasser und Entsorgung immer stärker in den redaktionellen Fokus des Redaktionsteams um Chefredakteur Klaus Hinkel. Die ZfK erscheint im VKU Verlag.

Die ZfK-NachhaltigkeitsAwards werden verliehen durch: