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11 Oktober 2017 | 09:30

EnBW gibt Pumpspeicherprojekt Atdorf auf

Begründet wird das Aus mit zu hohem Kosten- und Zeitaufwand. Neue Speichertechnologien haben für EnBW aber weiter einen hohen Stellenwert.

Der Energiekonzern EnBW hat seine Speicheraktivitäten einer Prüfung unterzogen. Anlass war der Abschluss des Erörterungstermins im Planfeststellungsverfahren für das Pumpspeicherkraftwerk Atdorf. Auf Basis der abschließenden Bewertung sei man zu dem Ergebnis gekommen, das Neubauprojekt Atdorf nicht fortzuführen, sagt Dirk Güsewell, Leiter Portfolioentwicklung Erzeugung bei der EnBW.

Die vertiefte Prüfung habe gezeigt, dass mit den anstehenden Projektschritten erhebliche kosten- und zeitintensive Arbeiten zu erfolgen hätten. Diese betreffen unter anderem umfangreiche Überprüfungen der ökologischen Kartierungen sowie des Flächenausgleichkonzepts. Ein belastbarer Zeitpunkt für Umsetzung des Projekts wäre weiter ungewiss geblieben.

Schluchseewerk AG hatte bereits in Vormonaten Stellen abgebaut

Das Pumpspeicherwerk sollte von der Schluchseewerk AG gebaut werden. An dieser sind neben EnBW, auch RWE und die Schweizer Energiedienstgruppe beteiligt. Die Schluchseewerk AG hatte bereits in den Vormonaten laut Medienberichten rund 50 ihrer rund 350 Stellen abgebaut. Das Projekt war ursprünglich mit Kosten von rund 1,6 Mrd. Euro veranschlagt worden. Aufgrund der heutigen Mitteilung von EnBW kündigte die Energiediensttruppe in einer Ad-Hoc-Meldung an, dass der Abbruch des Projektes das Jahresergebnis mit bis zu elf Mio. Euro belasten werde.

Bei EnBW werden Speichertechnologien aber weiterhin einen festen Platz im Portfolio  behalten, heißt es. So halte das Unternehmen weiterhin an Kooperationen zu neuen Speichertechnologien fest, beispielsweise der Entwicklung eines Lithium-Ionen-Speichers am Kraftwerksstandort Heilbronn, dem Energiemanagement-Projekt mit Aldi Süd oder auch an weiteren Pumpspeicheraktivitäten, etwa mit den Projekten Obervermuntwerk II oder Forbach. (hoe)

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Megawatt betrug der Zubau an Ökostromleistung weltweit in 2016, berichtet die Internationale Energieagentur (IEA). Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und umfasst nahezu zwei Drittel der neuen Stromerzeugung.