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06 August 2014 | 12:59

Größter Batteriespeicher Deutschlands

In Feldheim/Brandenburg ist heute der erste Spatenstich für einen 10-MW-Batteriespeicher erfolgt.

Es wird der größte Batteriespeicher Deutschlands: In Feldheim/Brandenburg wurde heute mit dem Bau eines 10-MW-Batteriespeichers begonnen. Er soll bis Ende des Jahres in Betrieb gehen. Die Speicherkapazität liegt bei 6,5 MWh. Eingesetzt werden soll er zur Primärregelung, um die Stromfrequenz im Übertragungsnetz des Netzbetreibers 50Hertz zu stabilisieren. Dazu wird die Speicherkapazität dem sogenannten Primärregelleistungsmarkt angeboten. Initiatoren sind der Versorger Energiequelle und der Auricher Windenergieanlagenbauer Enercon. Sie investieren etwa 13 Mio. €.

Enercon liefert für das "Regionale Regelkraftwerk (RRKW) Feldheim", so die offizielle Projektbezeichnung, die Leistungselektronik inklusive Ansteuerung der zur Be- und Entladung verwendeten Umrichter. Diese umfassen 42 Leistungsschränke à 300 kW. Für die eigentliche Stromspeicherung kommen 196 Batterieschränke mit Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz. Untergebracht ist der Speicher in einem 30 mal 17 m großen Gebäude.

Was die Speicherkapazität angeht, so ist der Speicher eher von kleinerer Dimension. Er kann gerade einmal so viel Strom speichern, wie ein Windpark in weniger als 10 Minuten produziert, berichtet das Portal Energyload.eu. Dirk Uwe Sauer, Professor für Elektrochemische Energiewandlung und Speichersystemtechnik an der Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen, erklärt, dass bei einer Lebensdauer von 20 Jahren solche Systeme lohnen, so das Portal. Man könne mit dem Speicher problemlos Geld verdienen. Jedoch werden sich nicht allzu viele Anlagen dieser Art in Deutschland lohnen. Der Gesamtmarkt an Primärregelleistung wird auf etwa 600 MW beziffert, so dass in Deutschland 60 Anlagen wie in Feldheim völlig ausreichten. (al)

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