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20 März 2017 | 12:25

Hamburger Netz für E-Mobile gerüstet

, Klaus-Uwe Pacyna
Klaus-Uwe Pacyna
Das Stromnetz ist für die wachsende Nutzung durch Elektrofahrzeuge gerüstet – mit leichten Anpassungen.

Ist das Stromnetz überhaupt dafür gerüstet, wenn sich Elektroautos in den kommenden Jahren durchsetzen? Die jüngst veröffentlichte Metastudie Elektromobilität bejaht diese Frage zumindest für Hamburg. Die Studie wurde gemeinschaftlich durch die Hamburger Hochbahn AG, die Verkehrsbetriebe Hamburg Holstein GmbH und die Stromnetz Hamburg GmbH beauftragt und von dem Fachgebiet Elektrische Energiesysteme der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg erstellt. Sie zeigt die Auswirkungen auf das Stromnetz bei einer wachsenden Nutzung von Elektrofahrzeugen, vor allem die Umstellung auf Elektrobusse in Hamburg.

Hintergrund ist die steigende Bedeutung der Elektromobilität für das Hamburger Stromnetz in den Jahren bis 2030 und der damit verbundene zusätzliche jährliche Energiebedarf von circa fünf bis zehn Prozent der heute verteilten jährlichen Energie. Nach einer ersten Entwicklungsabschätzung rechnen die Experten in diesem Zeitraum mit einem Anstieg auf 100 000 Elektroautos in Hamburg und einem jährlichen Energiemehrbedarf von 0,5 Terrawattstunden (TWh/a). Für die Elektrifizierung des öffentlichen Personennahverkehrs mit ungefähr 1600 E-Bussen und dem Neubau der U5 wird ein Energiebedarf von etwa 0,1 TWh/a erwartet.

Umspannwerke ertüchtigen

Die dafür notwendigen Anschlussleistungen für die Betriebshöfe der Hamburger Hochbahn und der VHH lassen sich nach den Berechnungen durch die Ertüchtigung von Umspannwerken und mit Hilfe eines intelligenten Lademanagements stabilisieren. Der prognostizierte Energiebedarf könne somit überschaubar gehalten werden, zumal die Stadt Hamburg heute einen jährlichen Gesamtverbrauch von 12,4 TWh aufweist.

Im Fokus dieser Studie stand insbesondere die Auslastung der Umspannwerke. Die Ergebnisse zeigen, dass das Hamburger Verteilungsnetz für den Hochlauf dieser Antriebstechnologie mit leichten Anpassungen grundsätzlich gut aufgestellt ist. (wa)

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Stromsperren sind im Jahr 2015 verhängt worden. Dies sind 20 530 Fälle weniger als im Vorjahr. Bei Gas sank die Anzahl um 2862 auf 43 626 Fälle. Diese Angaben machte im März die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken.