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10 November 2017 | 10:30

Netze BW rüstet 1000 Einspeiser nach

Auch das Rheinkraftwerk Iffezheim mit über 100 MW Leistung war nachzurüsten., Bild: Netze BW
Bild: Netze BW
Auch das Rheinkraftwerk Iffezheim mit über 100 MW Leistung war nachzurüsten.
Netze BW hat rund 1000 dezentrale Erzeugungsanlagen nachgerüstet, dazu gehören auch Anlagen in den Verteilnetzen kommunaler Versorger.

Über eine Gesamtleistung von etwa 1400 MW verfügen die Einspeiser, die bisher beim Unterschreiten einer Frequenz von 49,5 Hertz größtenteils automatisch vom Netz gegangen wären. Die Bandbreite reichte von Biomasse-Anlagen mit gut 100 kW bis zum Rheinkraftwerk Iffezheim mit über 100 MW.

Nachdem der Gesetzgeber über die Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) die Nachrüstung von bundesweit 21 000 Anlagen verlangt und die Verteilnetzbetreiber mit der Umsetzung beauftragt hatte, legte die EnBW-Tochter Netze BW dafür eigens das Projekt "49,5 Hertz" auf.

Bei Nichtbeachtung drohen Strafen

"Wir haben alle Anlagen in der vorgegebenen Zeit auf andere Frequenzen umstellen können", freut sich Projektleiter Andreas Wesch. Die Stichprobe eines Gutachters lasse zudem "auf eine insgesamt sehr hohe Nachrüstungsqualität schließen". Deshalb würden "die wenigen Nacharbeiten" nach Beendigung des Projekts aus der Linie heraus vorgenommen.

Zuvor hatte Netze BW die entsprechende Prozesserfahrung bei der Umrüstung von rund 60 000 PV-Anlagen mit über zehn kW Leistung gesammelt. Gemäß SysStabV war deren bisherige Abschaltfrequenz von 50,2 Hertz deutlich zu erhöhen. Die Nichtbeachtung der Pflichten und Fristen hätte für die Anlagenbetreiber den Verlust der EEG-Vergütung oder die Streichung der Marktprämie oder gar ein Bußgeld durch die Bundesnetzagentur bedeuten können. (sg)

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