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16 März 2017 | 10:55

Pooling mit Batteriespeicher

Engie koppelt ein Pumpspeicherkraftwerk mit einem 12,5 MW starken Lithium-Ionen-Speicher. Ort des Kraftwerks ist Pfreimd in der Oberpfalz.

Engie Deutschland entwickelt am Standort der Kraftwerksgruppe Pfreimd in der Oberpfalz ein innovatives Batteriespeicherprojekt, das zusätzliche Regelenergie zur Netzstabilisierung bereitstellen soll. Den Auftrag für die Lieferung des Batteriespeichers hat das Unternehmen an die Siemens AG vergeben, berichtet Siemens via Pressemitteilung.

Der dezentrale Batteriespeicher soll die bestehenden Anlagen des Pumpspeicherkraftwerks ergänzen, das heute bereits Primär- und Sekundärregelleistung sowie Minutenreserveleistung liefert. Bei dem Speicher handelt es sich um einen Lithium-Ionen-Speicher mit einer Leistung von 12,5 MW. Engie sorgt über ein Pooling des Speichers mit dem Pumpspeicherkraftwerk für die nötige Besicherung der Regelenergiekapazitäten, so das Unternehmen.

Der Speicher im Container

Siemens wird bis Ende 2017 ein schlüsselfertiges Batteriespeichersystem liefern. Das System wird eine Kapazität von mehr als 13 MWh haben. "Dieses Batteriespeichersystem wird eines der größten Systeme sein, welches Siemens bis dahin liefern wird", sagt Stephan May, bei Siemens CEO der Business Unit Medium Voltage and Systems.

Das System wird in Containern installiert, in denen sich die Lithium-Ionen-Batterien, die Umrichter sowie die Schaltanlagen und der Transformator zur Netzanbindung befinden werden. Zum Lieferumfang gehört auch das Steuerungssystem des Batteriespeichersystems, welches direkt an das Leitsystem des Kraftwerks angeschlossen wird.

Das Pumpspeicher- und Laufwasserkraftwerk am Fluss Pfreimd wurde im Jahr 2015 umfassend modernisiert, seine Leistung um rund acht Prozent gesteigert. (al)

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