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13 September 2017 | 10:50

Primärregelleistung aus Solar-Kleinspeichern

Eine neue White-Label-Lösung ermöglicht auch dezentralen Stromspeichern die Teilnahme am Regelleistungsmarkt. Warum ist das für Stadtwerke interessant?

Das neu entwickelte Energie-Management-System "AMPARD" verschafft künftig auch dezentralen Stromspeichern mit einer Leistung von bis zu zehn kW Zugang zum Regelleistungsmarkt, und damit eine höhere Wirtschaftlichkeit. Eine entsprechende White-Label-Lösung stellte gestern am Stadtwerkekongress in Mainz das Schweizer Unternehmen Ampard und das Leipziger Handelshaus "e2m" vor. Das Angebot richtet sich an Energieversorger und Stadtwerke, die über diese White-Label-Lösung laut "e2m" ihre Kundenbindung in einem sich dynamisch entwickelnden Geschäftsfeld stärken und neue, flexible Geschäftsmodelle entwickeln können.

Mit dem Energiemanagement-System erhöhen Betreiber von Solaranlagen in Kombination mit einem Speicher ihren Eigenverbrauchsanteil am selbst produzierten Strom und können dadurch ihre Strombezugskosten senken. Über eine integrierte Kommunikationsschnittstelle ist jeder Speicher Teil eines intelligenten und steuerbaren Schwarms und damit auch eines Speicherpools. Parallel dazu können die in dem Pool aggregierten Speicher wahlweise zur Stabilisierung des Verteil- oder des Übertragungsnetzes genutzt werden. Im Zentrum steht dabei die Zurverfügungstellung von Primärregelleistung (PRL). Diese wird über das Virtuelle Kraftwerk von "e2m" vermarktet.

Auch Wärmepumpen und Elektroautos lassen sich über Lösung steuern


Laut Medienmitteilung ist das Energiemanagement-System "AMPARD" mehr als eine Batterie. Alle Komponenten zusammen ergeben eine moderne Energiezentrale. So werden neben dem Speichersystem auch die flexiblen Lasten im Haushalt, wie zum Beispiel die Wärmepumpe oder die Ladestation des Elektroautos auf intelligente Weise gesteuert. Als besonders innovativ wird dabei die Vernetzung aller Anlagen in einem virtuellen Kraftwerk herausgehoben. Der Besitzer eines Solar-Kleinspeichers könne mit diesem Modell jährlich rund 400 Euro zusätzlich an Erträgen aus Regelleistung beziehen, rechneten Vertreter von "e2m" und Ampard vor. (hoe)

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Mio. Tonnen Kohlendioxid wurden energiebedingt
im ersten Halbjahr ausgestoßen. Laut der Denkfabrik
Agora Energiewende bedeutet dies, verglichen mit 2016, einen Anstieg von fünf Mio. Tonnen oder 1,2 Prozent.