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16 März 2017 | 10:58

Ungewöhnliche Fällung eines Mastens

Der Mast fiel in die gewünschte Richtung, weg von der Schlucht., Bild: Netze BW/Juliane Kühnemund
Bild: Netze BW/Juliane Kühnemund
Der Mast fiel in die gewünschte Richtung, weg von der Schlucht.
Netze BW musste zum Schweißbrenner greifen, da ein über 20 Meter hoher Mast drohte, in eine Schlucht zu fallen. Das Vorhaben glückte.

Am Dienstag haben Mitarbeiter der Netze BW sowie einer auf Freileitungen spezialisierten Firma einen Hochspannungsmasten der Netze BW am Rand der Wutachschlucht im Südschwarzwald "umgelegt" – ähnlich wie einen Baum, der gefällt werden muss. Masten werden in aller Regel via Kran von oben nach unten abgebaut.

Diese ungewöhnliche "Fällung" wurde notwendig, da der Mast, der an einer Hangkante steht, nach einem Erdrutsch am 6. März mit rund 50 000 Kubikmeter Material abzukippen drohte, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die überregional bekannte Schlucht wurde daraufhin für Wanderer gesperrt. In der Folge hatte die EnBW-Tochter die Hochspannungsleitung in dem Bereich zunächst freigeschaltet. "Allerdings bestand nach möglichen weiteren Erdbewegungen die akute Gefahr, dass der Mast am Schluchtrand mit in die Tiefe rutschen und über die sechs Leiterseile in einer Art 'Dominoeffekt' weitere Masten mit sich reißen könnte", berichtet Netze BW. Mit Hochdruck wurden deshalb die beiden folgenden Masten sowie der Mast auf der etwa 600 Meter entfernten anderen Schluchtseite zunächst mithilfe von Erdankern zusätzlich gesichert. Ende letzter Woche konnten die sechs Leiter- sowie die beiden Blitzschutzseile gekappt werden. Mit der erfolgreichen Umlegung des Masts wurde die Gefahr, dass dieser in die Tiefe stürzt, endgültig beseitigt, so Netze BW.

Die Forstwinde half beim Fällen

Die besondere Herausforderung bei der Aktion: Die zwei landseitigen Mastfüße mussten mithilfe von Schweißbrennern destabilisiert werden, da schweres Gerät nicht mehr einsetzbar war. Im Anschluss wurde mit einer Forstwinde der Mast umgezogen.

Nach einem ersten großen Erdrutsch im Sommer 2016 hatte die Netze BW bereits mit den Planungen für eine alternative Trasse begonnen, so Netze BW. Deren Umsetzung hatte wenige Tage vor dem 6. März begonnen. Aufgrund der Verzögerungen hoffen die Planer jetzt auf eine Fertigstellung bis Pfingsten. (al)

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