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28 November 2014 | 14:10

Niedersachsen: Wildpflanzen gegen Vermaisung

Mit Blumen gegen die Vermaisung der Landschaften., Bild: HSE AG
Bild: HSE AG
Mit Blumen gegen die Vermaisung der Landschaften.
Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat gegen die zunehmende Vermaisung ein Projekt zur Energiegewinnung durch Wildpflanzen gestartet.

Das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat den Landesjagdbericht 2013/14 herausgegeben. Eines der Schwerpunktthemen ist der zuletzt in Niedersachsen stark angestiegene Maisanbau, der zum Großteil für die Biogaserzeugung genutzt wird. Ein seit Sommer laufendes Forschungsprojekt des Ministeriums soll Abhilfe schaffen: In Kooperation mit dem "3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe" untersucht die Landesjägerschaft, inwieweit Wildpflanzen der Energieträger der Zukunft sein können. Testfelder sollen in Gifhorn, Vechta und Cloppenburg entstehen.

Nicht nur die Artenvielfalt, auch das Trinkwasser ist wegen der steigenden Nitratwerte durch Überdüngung der Maisfelder gefährdet. Der Oldenburgisch-Ostfriesische-Wasserverband (OOWV) warnte unlängst davor, dass Nitratfrachten in den kommenden Jahrzehnten ins tiefere Grundwasser durchsickern können. Als Ursache gelte neben der expandierenden Tierhaltung der Anfall von Gärresten aus der Biogasanlage, die wieder zur intensiven Düngung von Maisäckern führe. Aktuell werde im Verbandsgebiet des OOWV beim Trinkwasser der Grenzwert von 50 mg Nitrat noch deutlich unterschritten schreibt "NWZ-online". In fünf von elf Wasserwerken sei sogar gar kein Nitrat im Trinkwasser, weil es aus großer Tiefe gefördert werde.

Anfang des Monats hatte der Wasserverband im Landkreis Cloppenburg Alarm geschlagen. Erstmals wurden dort bei Grundwasser-Untersuchungen Antibiotika gefunden, berichtete das Portal "Top Agrar". Konkret nachgewiesen wurde Sulfadimidin, das lt. Verband ausschließlich in Tierarzneimitteln verwendet werde. "Neben Nitrat und Pflanzenschutzmitteln scheinen sich nun auch Tierarzneimittel als reale Bedrohung für unser Grundwasser zu erweisen", zitiert das Portal OOWV-Bereichsleiter Egon Harms. Man werde nun die Untersuchungen umgehend ausweiten. (sg)

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