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20 März 2017 | 09:02

Studie: Was Verbraucher wollen

Die Aufschlüsselung der Nachfrage an zusätzlichen Produkten je nach Alter., Grafik: Axxcon
Grafik: Axxcon
Die Aufschlüsselung der Nachfrage an zusätzlichen Produkten je nach Alter.
Die Unternehmensberatung Axxcon hat 1000 Verbraucher gefragt, was sie sich von ihrem Versorger erwarten. So würden Kunden gerne Elektrogeräte von diesem kaufen.

Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie "Die Zukunft der Energie: Was Verbraucher wirklich wollen" der Unternehmensberatung Axxcon, für die 1000 Verbraucher ab 18 Jahren online befragt wurden. "Weitgehend unabhängig vom Alter zeigen Kunden ein starkes Interesse an neuen Versorgungs-, Erzeugungs-, Einkaufs- und Preismodellen", sagt Dieter Murr, Partner und Energieexperte bei Axxcon.

Noch würden Kunden von ihrem Energieversorger vor allem Commodities – Strom, Gas, Wasser und Wärme – beziehen. Laut Studie bestehen für Versorgungsunternehmen jedoch gute Chancen, ihre Angebotspalette zu erweitern. Wichtig dabei sei der ökologische Aspekt. Diesen berücksichtigen nach eigenen Angaben acht von zehn Stromkunden bei der Wahl ihres Anbieters.

Möglichst unkompliziert und wenig Verantwortung

Etwa jeder Dritte bezieht bereits Ökostrom. Für die Eigenversorgung aus Sonnen- und Windenergie interessieren sich 27 Prozent der Befragten. Was die Versorgung über einen Nachbarschaftsverbund betrifft, können sich demnach zwei Drittel der Befragten vorstellen, ihren Strom auf diese Weise unabhängig von einem Unternehmen zu erhalten.

Lediglich wenn sie selbst aktiv werden sollen, um eine Energiegemeinschaft zu gründen, die eine Photovoltaikanlage oder ein Blockheizkraftwerk betreibt, fällt ihre Zustimmung zögerlicher aus. Hier sagen laut Studie 40 Prozent der Befragten: "Nein, das ist mir zu kompliziert". 24 Prozent erklären: "Nur wenn ich mich nicht selbst darum kümmern muss" und 36 Prozent antworten mit "ja".

Einkaufsplattform vom Versorger

Darüber hinaus kann sich mehr als jeder zweite der befragten Verbraucher seinen Stromanbieter als Einkaufsplattform vorstellen, auf der er – ähnlich wie bei großen Onlinehändlern – vielfältige Produkte und Dienstleistungen zum Thema Energie erwerben kann. Am ehesten würden Kunden in diesem Fall Elektrogeräte als zusätzliche Produkte erwarten. Aber auch PV- und Heizungsanlagen, Elektroautos sowie Smart-Home-Lösungen.

Smart Home als Option

80 Prozent der Kunden sei der Begriff Smart-Home bekannt. Rund 60 Prozent wären grundsätzlich bereit, die Steuerung von Alarmanlage, Licht, Rollläden und Elektrogeräten über eine App von ihrem Energieversorger zu nutzen. Rund zwei Drittel könnten sich vorstellen, auch Internet- und Telekommunikationsdienstleistungen von ihrem Stromanbieter zu beziehen. Aufgeschlossen seien die Kunden für neue Abrechnungsmodelle: 74 Prozent finden eine Flatrate interessant. Die Zustimmung zu diesem Punkt steigt mit der Haushaltsgröße.

Öffentlich wirksamer positionieren

Hakan Yesilmen, Berater und Energieexperte bei Axxcon sieht Hinweise, dass Versorger unter ihren Möglichkeiten bleiben, so seine Meinung. So würden laut Studie zwar die meisten Verbraucher ihren Stromversorger ansprechen, wenn sie sich eine PV-Anlage anschaffen wollen. Doch die Zahl liegt bei lediglich 25 Prozent der Befragten und damit nur knapp vor der eigenen Internet-Recherche mit 23 Prozent. "Offensichtlich haben es die Stromversorger bisher verpasst, sich hier prominent zu positionieren", sagt Yesilmen.

Ähnliches gelte für die E-Mobilität: So sehen die befragten Stromkunden die Verantwortung für den Aufbau eines flächendeckenden Ladenetzes mit 32 Prozent in erster Linie bei der öffentlichen Hand. Energieversorger folgen mit 28 Prozent. (sg)


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