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19 April 2017 | 11:59

SWM: Kernkraft-Rückstellung vermasselt Gewinn

Wasserkraftwerk Isar 1, Bild: SWM
Bild: SWM
Wasserkraftwerk Isar 1
Die SWM präsentieren für 2016 ein deutlich gestiegenes Ebit. Es wurde aber durch negative Sondereffekte überkompensiert.

Der Ebit (das operative Ergebnis im laufenden Geschäft) ist von 472 in 2015 auf 518 Mio. Euro gestiegen, wozu sowohl das angestammte Geschäft des Konzerns als auch die erneuerbaren Energien beigetragen haben. Der Konzern Stadtwerke München (SWM) sieht sich dadurch in seinem frühen und entschlossenen Einstieg in die erneuerbaren Energien bestätigt. Er war nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch richtig, wurde bei der Präsentation des Jahresabschlusses hervorgehoben.

Beim Gewinn nach Steuern hat sich das Minus von 539 auf 164 Mio. Euro verringert. Aber die Erhöhung der Rückstellungen für das Kernkraftwerk Isar II um 192 Mio. Euro, ein bilanzielles Ergebnis aus der Umsetzung der Empfehlungen der staatlichen KFK (Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs), hat verhindert, dass das Konzernergebnis nach Steuern leicht positiv bilanziert werden konnte, statt es in roten Zahlen ausweisen zu müssen.

Das Spannungsfeld bleibt


Die SWM GmbH erwartet, sich auch künftig in einem Spannungsfeld von rückläufigen Margen im klassischen Kerngeschäft und einem enormen Kapitalbedarf für die Bewältigung ihrer Zukunftsinvestitionen bewegen zu müssen. Verstärkte Anstrengungen zur Ergebnisverbesserung seien daher notwendig, etwa im Verkehr durch den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur und der Fahrzeugflotte sowie im Bäderbereich durch Großsanierungen. Im Rahmen der Ausbauoffensive Erneuerbare Energien wollen die SWM neue Projekte im Strom- und Wärmebereich umsetzen, wie die Geothermieanlage am Standort Heizkraftwerk Süd sowie die umweltschonende Fernkälteversorgung in der Innenstadt.

Aus heutiger Sicht gehen die SWM davon aus, dass sie in den kommenden Jahren nicht nur weiter ein stabiles operatives Ergebnis erwirtschaften, sondern auch wieder ein positives Konzernergebnis nach Steuern ausweisen werden. (ad)

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