Workforce-Management-Anbieter im Überblick

Wer moderne Zähler und intellgente Messsysteme ausrollt, wird um ein Workforce-Management-System nicht herumkommen. Aber auch in anderen Anwendungsbereichen lassen sich Effizienzgewinne, höhere Datenqualität und eine leichtere Auftragsplanung erzielen. Dazu eine Marktübersicht mehrerer Anbieter.

Was ist relevant bei einem Workforce-Management-System (WFM)? Die ZfK hat unterschiedliche Anbieter der ZfK-Marktübersicht angefragt und teils unterschiedliche Antworten bekommen. So findet Anbieter "co.met" aus Saarbrücken, dass eine einfache Handhabung des Systems wichtig sei. Sichergestellt sein sollte, dass ein WFM eine echte Arbeitserleichterung darstellt und alle anfallenden Vorgangsarten unterstützt. Einen weiteren wesentlichen Punkt stelle die Mandantenfähigkeit dar. Damit ist gemeint, dass Aufträge über das System auch an Dienstleister disponiert werden können sollten. Grundsätzlich wolle man bei "co.met", dass der gesamte Workflow "papierlos" dargestellt werden könne. (Die Marktübersicht als Exel-Tabelle)

Anbieter Oxando weit darauf hin, dass das Monitoring der Prozesse einfach sein sollte, es einen Offline-Modus geben sollte und eine Deltasynchronisation zur Beschleunigung der Prozesse, Geräte-/Betriebssystemunabhängigkeit von Vorteil wäre. PSI Software spricht sich zudem für eine zentrale Steuerung der Monteure über das WFM aus. Dazu sei wichtig, auch alle den Monteur betreffenden Prozesse über das zentrale WFM abzubilden. Zudem sollte die Kunden-IT bis hin zum mobilen Gerät integriert sein, ebenso die Leitwarte im EVU-Bereich. So der Tip von PSI Software. Neben der einfachen Installation, sieht Anbieter Greengate auch die Einbindung von Geoinformationssystemen in einem solchen System als besonders wichtig an.

Mitarbeiter berücksichtigen

Wilken weist darauf hin, dass die Akzeptanz bei den Mitarbeitern von großer Bedeutung sei. Diese werde nur durch einfache und intuitive Bedienbarkeit, Nachvollziehbarkeit der Prozesse und Datenströme, vor allem bei personenbezogenen Leistungsdaten der Monteure, sowie einer hohen Performance der Eingabe-App oder des Backends erzeugt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist laut Wilken die Echtzeitkommunikation. Mit einem Datenaustausch zwischen dem führenden ERP-System, dem Workforce-Management-System und dem mobilen Außendienst würden Fehler vermieden, unnötige Anfahrten erspart und die Zufriedenheit wachsen. Last but not least, die Standardisierung: Ein wirtschaftlicher Nutzen ergebe sich, wenn die Lösung bereits Best-Practice-Prozesse im Standard mitbringt. Ein Baukasten, aus dem der Kunde selbst in komplexen und damit teuren Projekten "seine Prozesse" zusammenstellt, werde sich mittelfristig nie rechnen, rät das Ulmer Software-Unternehmen.

Auf die automatisierte Optimierung von Arbeitsaufträgen macht Robotron aufmerksam. Wichtig sei zudem ein System für alle Auftragsarten und Flexibilität. Anbieter Reisewitz fügt an, dass der Außendienst bei der Verplanung auch auf kurzfristige Ereignisse reagieren können müsse. Mögliche Lösungsalternativen wie Terminverschiebungen, eine Sperre bei wichtigen Aufträgen, sollte das System automatisiert anbieten.

Eierlegende Wollmilchsau gesucht

"Bittner + Krull" erwähnt darüber hinaus Robustheit, also eine geringe Störanfälligkeit, Modularität, Entwickelbarkeit und auch das Gewährleisten von Informationssicherheit. MobileX unterstreicht, dass Prozesse und Anforderungen des Unternehmens im Zentrum des Projekts stehen sollten und entsprechend mit einem WFM-System optimiert werden. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es ohnehin nicht. WFM-Berater Andreas Glaser erklärt im ZfK-Interview, dass es viel wichtiger sei, erst einmal zu überlegen, welche Ziele man mit dem System erreichen wolle und welche Software dazu passe. (sg)

 

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Einen ausführlichen Artikel zum Thema finden Sie in der Januar-Ausgabe der ZfK.