Der Hauptsitz der ostdeutschen Verbundnetz Gas AG in Leipzig. Bild: Verbundnetz Gas AG

Leipzig will Erfurter VNG-Anteile kaufen

Die Leipziger Versorgungsholding LVV will die VNG-Anteile aus Erfurt kaufen. Uneinigkeit gibt es aber über den Preis.

Die LVV werde in den kommenden Tagen gegenüber den Stadtwerken Erfurt (SWE) erklären, von ihrem Vorkaufsrecht der Erfurter VNG-Aktien Gebrauch machen zu wollen. Leipzig akzeptiere aber den von der SWE vorgeschlagenen Kaufpreis ausdrücklich nicht, sondern bezieht das Kaufinteresse auf den Verkehrswert, den ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer noch feststellen muss. Eine endgültige Entscheidung falle in den Gremien aber erst, wenn der Verkehrswert tatsächlich bekannt ist.

Erfurt hatte Ende September den Treuhandvertrag mit der VNG Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft (VUB) GmbH gekündigt und den Mitgesellschaftern gemäß Treuhandvertrag die VNG-Aktien angeboten. Aus dem kommunalen Verbund waren zuvor bereits Jena und Halle ausgestiegen. Seit Jahren fürchten die kommunalen Aktionäre, ihre Sperrminorität von 25 % bei der VNG zu verlieren und dem größten Anteilseigner, der Oldenburger EWE-Konzern, die Mehrheitsübernahme zu ermöglichen. (wa)