Stabiles Ergebnis für Gelsenwasser

Versickerungsbecken des Wasserwerks von Gelsenwasser in Haltern am See. Bild: Gelsenwasser

Bilanz-PK der GELSENWASSER AG: Der Vorstandsvorsitzende Henning Deters (r.) und Vorstand Dr. Dirk Waider präsentierten der Presse ein zufriedenstellendes Geschäftsergebnis.
Gelsenwasser

Vor allem das Geschäftsfeld Energie sowie die Beteiligungen tragen zum Erfolg bei. Unternehmen warnt weiter vor Fracking

Mit stabilen Zahlen hat Gelsenwasser das Geschäftsjahr 2013 abgeschlossen.  Vorstandsvorsitzender Henning Deters und Vorstand Dr. Dirk Waider begründeten die ordentlichen Zahlen auf der Bilanzpressekonferenz mit den Aktivitäten auf dem Gas- und Strommarkt sowie mit der erfreulichen Entwicklung der Beteiligungen und Betriebsführungen.

Die Umsatzerlöse stiegen um 10 % auf 1,16 Mrd. € - vor allem durch ein gestiegenes Handelsvolumen im Energiebereich. Der Jahresüberschuss beträgt 88,6 Mio. € und liege damit trotz schwieriger werdender Marktbedingungen weiterhin auf gutem Niveau, so Deters. Zwar sei dies ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr - allerdings war 2012 von einmaligen Sondereffekten durch Geldabfindungen für Landverzichtserklärungen geprägt. Daher war das Ergebnis im Geschäftsbereich Wasser rückläufig, während es sich im Energiebereich deutlich erhöhte. Auch für 2014 kündigte Deters ein stabiles Ergebnis an.

Auch in diesem Jahr drückte der Gelsenwasser-Vorstand seine Bedenken gegen Fracking aus. Das EU-Parlament habe sich zwar für eine generelle Umweltverträglichkeitsprüfung ausgesprochen. De facto überlasse Brüssel es aber den Nationalstaaten, entsprechende Regelungen zu treffen. In einer sog. "Gelsenkirchener Erklärung" hat Gelsenwasser mit über 700 Unternehmen der Trinkwasser- und Lebensmittelbranche die Forderungen zum Thema Fracking zusammengefasst: „Wir brauchen Schutz in Wassereinzugsgebieten, wenn aus Oberflächengewässern Trinkwasser gewonnen wird. Außerdem ist für jede Bohrung eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig sowie klare Regeln, was mit den riesigen Mengen kontaminierten Wassers passiert, die beim Fracking anfallen“, fasst Deters zusammen. Das Unternehmen habe renommierte Juristen beauftragt, eine entsprechende Gesetzesvorlage zu entwerfen, die im Mai der Bundesregierung vorgelegt werden soll. (wa)