«Eine Preisveränderung wäre zu kurzfristig gedacht», sagte der Vorstandsvorsitzende bei EnviaM Stephan Lowis.
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EnviaM spürt Rückgang beim Stromverbrauch

Verglichen mit dem März im Vorjahr schwankt der Rückgang beim Stromverbrauch abhängig vom Wochentag im vergangenen Monat bei dem ostdeutschen Versorger zwischen fünf und 15 Prozent.

Der ostdeutsche Energiedienstleister EnviaM plant nach eigenen Angaben trotz gesunkenen Stromverbrauchs wegen der Corona-Krise keine Preiserhöhungen für Bestandskunden. Man habe laufende Verträge, in die könne man nicht eingreifen, sagte der Vorstandsvorsitzende Stephan Lowis am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Medienvertretern. «Eine Preisveränderung wäre zu kurzfristig gedacht», fügte er an.

30 Prozent verbrauchen Privatkunden

Das in Chemnitz ansässige Unternehmen hat laut Lowis einen Rückgang beim Stromverbrauch seit Ausbruch der Corona-Pandemie festgestellt. Im Vergleich zwischen März 2019 und dem März dieses Jahres schwanke der Rückgang abhängig vom Wochentag zwischen fünf und 15 Prozent. Der Rückgang sei vornehmlich im Gewerbe- und Industriebereich zu verzeichnen. Dies sei eine Auswirkung des Lockdown, sagte Lowis. Nur 30 Prozent des gelieferten Stroms werden den Angaben zufolge von Privatkunden verbraucht.

Lowis versicherte, dass die Versorgung mit Strom und Gas im Verbreitungsgebiet Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg gesichert sei. «Niemand muss sich um die Versorgungssicherheit Gedanken machen», sagte der Vorstandsvorsitzende. Man habe 300 Monteure für das Strom- und 60 für das Gasnetz im Einsatz. Diese seien für den Kontakt mit Kunden auch mit Schutzausrüstung wie Gesichtsmasken, Anzügen, Handschuhen, Brillen und Desinfektionsmitteln ausgestattet. (dpa/sg)