Vereinbarung unter Dach und Fach (v.l.n.r.): Dr. Heinz-Willi Mölders, Vorstandsmitglied der RWE Deutschland AG; Martin Köther, Leiter Bauwesen der RWE Power AG; Dr. Lars Kulik, Leiter Braunkohlenplanung der RWE Power AG; Volker Mießeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Bergheim; Maria Pfordt, Bürgermeisterin der Stadt Bergheim und Michael Vogel, Kreisdirektor des Rhein-Erft-Kreises. Picasa

Neue Heizzentrale für Bergheim

Die Stadtwerke Bergheim und RWE Power haben eine moderne innovative Form der Beheizung öffentlicher Gebäude auf den Weg gebracht.

Die Stadtwerke Bergheim und RWE Power planen, im Rahmen eines Pilotprojekts  drei Schulen, zwei Turnhallen und das Kreishaus des Rhein-Erft-Kreises durch eine klimafreundlichere Heizzentrale zu versorgen. Eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung ist die zugesagte Förderung durch den Wettbewerb „KWK Modellkommune 2012-2017” des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW).

Die Stadtwerke Bergheim investieren rd. 1,7 Mio. € in das Projekt. „Für die Stadtwerke steht das energetische Gesamtkonzept im Vordergrund. Dabei ist die Nutzung der regenerativen Energie bei der Umsetzung der neuen Heizzentrale für uns als Wärmelieferant in Bergheim ein neuer und richtungsweisender Schritt in die Zukunft”, betonte der Geschäftsführer der Stadtwerke, Volker Mießeler.

Gemeinsam mit RWE Power soll dazu das 18 bis 26 °C warme Sümpfungswasser des nahegelegenen Tagebaus genutzt werden. Das Wasser wird einer Wärmepumpe zugeführt, die daraus die Heizenergie gewinnt.

Zur Grundversorgung der Gebäude mit Wärme soll ein modernes Blockheizkraftwerk zum Einsatz kommen. Der dabei erzeugte Strom versorgt unter anderem die Wärmepumpe. Zusätzlich sind zwei Wärmespeicher vorgesehen, die bei einem geringeren Wärmebedarf die Zwischenspeicherung übernehmen.

Die Nutzung des warmen Wassers aus dem Tagebau zu Heizzwecken hat sich schon in mehreren Projekten bei RWE Power bewährt. „Innovation und Effizienz stehen in unserem Unternehmen ganz oben auf der Agenda. Ich freue mich, dass wir unsere Kompetenz auf diesen Gebieten in das gemeinsame Projekt mit den Stadtwerken einbringen können”, erläuterte Dr. Lars Kulik, Leiter Braunkohlenplanung der RWE Power AG. Damit wird in der Kreisstadt Bergheim bundesweit das erste kommunale Projekt zur Raumheizung mit Tagebau-Sümpfungswasser umgesetzt. (al)