Niederländische Trianel-Tochter pleite

Ein großer Kunde schlitterte in die Insolvenz. TEBV machte 70 Mio. € Umsatz.

Das Amtsgericht Maastricht hat am 27. Dez. 2012 das Insolvenzverfahren der Trianel Energie B.V. (TEBV) eröffnet. Die eigenständige niederländische Tochter der Trianel GmbH war in Folge von Zahlungsausfällen und der angekündigten Insolvenz eines Großkunden in Schwierigkeiten geraten und konnte daher ihrerseits ihre Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen, berichtet Trianel.

Bei dem Großkunden handelte es sich um das Unternehmen Orro Energy, das Haushaltskunden mit Migrationshintergrund beliefert, berichtete die Aachener Zeitung.

TEBV hat als Kunde der Trianel GmbH etwa 50 % des Niederlande-Geschäftes der Trianel GmbH ausgemacht. Alle übrigen Verträge der Trianel GmbH mit niederländischen Kunden sind vom Insolvenzverfahren unberührt. Insgesamt hat das Geschäft mit den Niederlanden einen Anteil von rd. 6 % am Gesamtumsatz der deutschen Trianel GmbH. Laut Aachener Zeitung hat sich der Umsatz der TEBV auf 70 Mio. € belaufen. Mit Forderausfällen in Millionenhöhe sei zu rechnen.

Auf das Geschäftsmodell der Trianel-Gruppe und insbesondere auf das deutsche Geschäft hat die Insolvenz der niederländischen Tochter keine Auswirkungen, so Trianel. Auch wenn die Trianel GmbH wegen der Insolvenz mit Forderungsausfällen rechnen muss, geht sie für das Geschäftsjahr 2012 von einem positiven Jahresergebnis aus. Für das Jahresergebnis 2013 erwartet die Trianel GmbH keine Auswirkungen durch die Insolvenz der TEBV.

Zu Weihnachten hat das Trianel-Kohlekraftwerk Lünen nach vierjähriger Bauzeit im Rahmen der „heißen Inbetriebsetzung“ den ersten Strom ins Netz eingespeist. Dazu wurde erstmals der Kessel des 750-MW-Kraftwerks mit Kohle befeuert und der Generator mit dem Stromnetz synchronisiert. (al)