Trier plant womöglich Ausstieg aus Kohlekraftwerk

Mehrere Aufsichtsratsmitglieder haben dem "SWR" bestätigt, dass Trier den Ausstieg aus Gekko plane.

Vor dem Hintergrund drohender Verluste haben die Stadtwerke Trier offenbar ins Auge gefasst, ihren Anteil am geplanten Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle (Gekko) in Hamm-Uentrop (Westfalen) abzustoßen. Dies berichtet der "Südwestrundfunk", der seine Annahme auf die Äußerungen mehrerer Aufsichtsratsmitglieder stützt. Grundsätzlich wird dieses Projekt bei der SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH und in den Gremien kontrovers diskutiert, erklärte ein Sprecher der Stadtwerke gegenüber der ZfK. Es gebe allerdings noch keinen Beschluss des Aufsichtsrates aus dem Projekt auszusteigen. Zur Verbesserung der Diskussionsgrundlage solle zunächst die kommerzielle Inbetriebnahme in 2014 samt der dann geltenden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abgewartet werden.

Die Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH ist mit 0,6 Prozent an dem Kraftwerksprojekt GEKKO beteiligt. Der Versorger hatte sich lt. SWR dazu verpflichtet, dem Kraftwerksbetreiber RWE Kohlestrom zu einem Preis abzukaufen, zu dem er den Strom nun nicht weiterverkaufen kann. Hinzu kämen Investitionen in das Kraftwerk in Höhe von 13 Mio. €. Der Vertrag mit dem Konzern gelte jedoch als wasserdicht, so dass bei einem Ausstieg noch höhere Kosten anfallen könnten. Für die drohenden Verluste soll es bereits Rückstellungen geben. (msz)