Strom-Großhandelspreise geben wieder nach

Im September hatte es nach einer Kehrtwende der deutsch-österreichischen Strom-Großhandelspreise nach oben ausgesehen. Im Oktober war sie vorbei.

Die Strom-Großhandelspreise an den Börsen EEX und Epex Spot sind im Oktoberdurchschnitt gegenüber September gesunken. Damit ist die erstmalige deutliche Steigerung des Monatsdurchschnitts seit mindestens Jahresanfang, die im September erfolgte, erst mal Episode geblieben.

Im Einzelnen sank nach ZfK-Berechnungen der börslichen Tagespreise bzw. -durchschnitte der Day ahead (Lieferung am gesamten Folgetag des Handelstages) für Deutschland/Österreich an der Epex Spot gegenüber September von 41,71 auf 37,72 €/MWh und damit auf einen Durchschnitt unter jenem des August (38,23 €/MWh). Der niedrigste Tageswert wurde für Sonntag, 27. Okt. 13, mit 11 €/MWh erreicht.

Das Frontjahresprodukt Grundlast (Base Cal 14) in derselben Preiszone an der EEX Power Derivatives gab gegenüber September um 87 ct/MWh auf 37,86 €/MWh nach, immerhin ein leicht höherer Durchschnitt als im Juni bis August.

Spitzenlast fürs Frontjahr (Peak Cal 14) notierte im Oktober mit 49,99 €/MWh sogar 56 ct/MWh höher als im September. Damals waren die drei Strom-Produkte gegenüber dem um mehr als 2–3 €/MWh nach oben gegangen.

Im Januar hatten Cal 14 Base, Peak und Day ahead noch im Mittel 43,14 bzw. 54,43 und 43,31 €/MWh erzielt. Seither ging das Großhandels-Preisniveau fast stetig nach unten, bis auf 28,90 €/MWh im Day ahead im Juni. Danach erholte sich zunächst der Spotmarkt und im September auch der Terminmarkt. (geo)