DVGW gründet Forschungscluster Power-to-Gas

Bei der Integration von volatilen erneuerbaren Energien wird die Rolle von Speichertechnologien zukünftig stark zunehmen.

Im Fokus werden dabei Power-to-Gas Technologien stehen. Diese umfassen die Erzeugung, Speicherung und Einspeisung von Wasserstoff und Methan aus regenerativem Strom in das bestehende Gasnetz. Der DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches hat nun im Rahmen seiner "Innovationsoffensive Gastechnologie" ein neues Forschungscluster "Power-to-Gas" gegründet. Leiter des Clusters ist Dr. Gerald Linke, Leiter des Kompetenzcenter Gastechnik und Energiesysteme der Eon Ruhrgas AG. Nach eigenen Angaben erforsche der DVGW als technisch-wissenschaftlicher Think Tank der Energiewende hocheffiziente Anwendungsoptionen des Energieträgers Gas unter Einbeziehung der vorhandenen Gasinfrastruktur in Deutschland.

Ziel des Clusters "Power-to-Gas" sei es unter anderem, eine standardisierte Power-to-Gas-Anlage zu entwickeln. Bisher gebe es ausschließlich aufwendige Einzelanlagen. Diese Demonstrationsanlagen müssten für einen wirtschaftlichen Betrieb standardisiert werden. Vor allem das technologische Herzstück, die Elektrolyse müsse noch kostengünstiger in der Herstellung werden. Außerdem gelte es zu untersuchen, welche Beimengungen des Wasserstoffs zum Erdgas von den Anwendungen und Infrastrukturkomponenten vertragen werden. Auch die Herstellung synthetischen Methans sei eine interessante Option zur Speicherung von Spitzenstrom. So sei die Energiedichte von Methan dreimal höher als die von Wasserstoff. Außerdem sei der synthetische Energieträger 100 % kompatibel mit Erdgas. Allerdings könnten die CO2-Bereitstellungskosten die Methanisierung unwirtschaftlich machen. Ein weiterer Untersuchungsgegenstand sei die Veränderung des Brennwertes, sobald Wasserstoff dem Erdgas beigemengt werde. (msz)