Die Stadtwerke Bredstedt und Niebüll sowie die Gemeindewerke Leck befinden sich seit Längerem bereits unter einer einheitlichen Leitung. Im vergangenen April hat Jan Schulz (links) die Führung der drei Unternehmen von Rüdiger Wiese (rechts) übernommen. Das Bild zeigt zudem Wilfried Bockholt (Mitte), den Bürgermeister von Niebüll und Aufsichtsratsvorsitzenden der dortigen Stadtwerke.
© Stadtwerke Niebüll

Drei Versorger verschmelzen zu einem Stadtwerk

Die Stadtwerke Niebüll und Bredstedt sowie die Gemeindewerke Leck arbeiten seit Jahren eng zusammen. 2019 folgt der nächste Schritt: die Fusion zu den Stadtwerken Nordfriesland.

Gleicher Außenauftritt, gleiches Logo, eine einheitliche IT und einheitliche Arbeitsmethoden: Die Stadtwerke Niebüll und die Stadtwerke Bredstedt sowie die Gemeindewerke Leck kooperieren schon seit über zehn Jahren eng. Ab Januar 2019 schließen sich die drei Unternehmen zu der Stadtwerke Nordfriesland GmbH zusammen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Gemeinde- und Stadtparlamente der schleswig-holsteinischen Städte Niebüll, Leck und Bredstedt haben laut Medienberichten bereits grünes Licht gegeben.

"Viele Synergien sind bereits genutzt"

Von einem "letzten und konsequenten Schritt" sprach denn auch Niebülls Bürgermeister Wilfried Bockholt bei einer der jüngsten Sitzungen der Niebüller Stadtvertreter. "Viele Synergien sind bereits genutzt, denn die Kooperation wird seit Jahren kontinuierlich weiter entwickelt. Es gibt ein Team und einen Geschäftsführer", so Bockholt im "Nordfriesland Tageblatt". Isoliert wären die drei Werke in der Energiewirtschaft des 21. Jahrhunderts auf Dauer nicht wettbewerbsfähig. Für die Mitarbeiter und die rund 19000 Energiekunden ändere sich nichts.

Die Mitarbeiter der drei Werke hatten bereits jetzt in Personalunion gleich gelagerte Aufgaben für alle drei Unternehmen wahrgenommen. An den neuen Stadtwerken Nordfriesland wird die Stadt Niebüll den größten kommunalen Anteil mit 25,2 Prozent halten, Leck beteiligt sich mit 17,4 Prozent und Bredstedt mit 7,5 Prozent an dem neuen Unternehmen. Die restlichen 49,9 Prozent der Anteile gehören der "serviceplus Hansewerk AG". Das mehrheitlich um Eon-Konzern gehörende Unternehmen war bereits bisher im selben Umfang an allen drei Energieversorgern beteiligt.

"Bereits heute existiert ein Zusammengehörigkeitsgefühl"

"Wir wollen auch weiterhin Innovationen in der Region vorantreiben und marktgerechte Produkte für unsere Kunden anbieten", sagt Geschäftsführer Jan Schulz, der die drei Unternehmen seit April diesen Jahres in Personalunion leitet. Für die insgesamt rund 60 Mitarbeiter werde das Arbeiten künftig noch einfacher. "Durch die Kooperation kennen sich die Leute schon viele Jahre und arbeiten gern und gut zusammen – sie fühlen sich schon heute zusammengehörig", betont Schulz. (hoe)