450 MW in der Pipeline

Stawag-Tochter für die Eigenerzeugung feiert 10-jähriges Bestehen.

Die Stawag Energie GmbH, eine 100%ige Tochter der Stawag, Stadtwerke Aachen AG, besteht seit zehn Jahren. Im Jahr 2003 war das Unternehmen eines der ersten, das auf die Eigenerzeugung setzte. Mittlerweile gehören zum Unternehmen  mehr als 20 Stromerzeugungsgesellschaften mit einer Gesamtleistung von knapp 200 MW. Weitere 450 MW sind in der "Pipeline" und sollen zusammen mit Partnern in den kommenden Jahren realisiert werden.

Aktuell wurden gerade mit den Stadtwerken Lübeck und der Betrem Emscherbrennstoffe GmbH in Bottrop, einer 100%ige Tochter der Emschergenossenschaft, Kooperationen eingegangen, um Windparks mit lokalen Schwerpunkten zu errichten. Ziel ist, im Jahre 2020 rd. 600 Mio. kWh jährlich aus regenerativen Quellen zu erzeugen und so die Privatkunden zu 100 % mit Ökostrom zu beliefern. Der Umsatz betrug 2013 rd. 16 Mio. €; das Ergebnis war deutlich positiv.

Zu den geschaffenen Projekten: Neben einer Beteiligung an dem modernen Gas- und Dampfkraftwerk in Hamm-Uentrop erzeugte die Stawag Energie GmbH bereits 2006 erstmals in Nordrhein-Westfalen mit einer eigenen Anlage Bio-Erdgas und speiste es in das Leitungsnetz ein. Seit 2008 setzt das Unternehmen ausschließlich auf erneuerbare Energien mit den Schwerpunkten Wind und Sonne. Bis heute konnte das Unternehmen mit seinen rd. 40 Mitarbeitern 71 Projekte allein oder in Kooperation mit Partnern realisieren.

Dabei wird die komplette Wertschöpfungskette der erneuerbaren Energien von der Auswahl geeigneter Standorte über Planung, Entwicklung und Finanzierung bis hin zu Bau und Betriebsführung abgedeckt. Erfahrungsgemäß dauert es von der ersten Suche nach geeigneten Freiflächen bis zum Baubeginn zwischen fünf und acht Jahre. "Für uns zahlt sich jetzt aus, dass wir frühzeitig Know-how bei den erneuerbaren Energien aufbauen konnten. Auch wenn gute Standorte knapp und Projekte kleinteiliger werden, bietet die Energiewende doch genügend Chancen für unsere weitere Entwicklung", berichtet Geschäftsführer Frank Brösse. (al)