Der mehrheitlich in Staatsbesitz befindliche französische Energiekonzern EDF betreibt weltweit 58 Kernkraftwerke und ist der zweitgrößte Stromerzeuger weltweit
Bild: © Violetta Kuhn/dpa

EDF verdient gut und will mehr Atomstrom produzieren

Höhere Strompreise in Frankreich und Großbritannien sorgen beim Staatskonzern für einen Gewinnschub.

Der französische Energieversorger Electricite de France (EDF) peilt für das laufende Jahr ein weiteres Ergebniswachstum an. Dabei dürfte der Konzern von höheren Strompreisen profitieren, teilte EDF am Freitag in Paris mit. Auch die Produktion von Atomstrom soll den Erwartungen zufolge wieder zunehmen. Das operative Ergebnis (Ebitda) soll auf 17,5 bis 18 Mrd. Euro zunehmen. 2019 hatte der Konzern, der mehrheitlich dem französischen Staat gehört, das operative Ergebnis um rund 12 Prozent auf 16,7 Mrd. Euro gesteigert.

Das vergangene Jahr war geprägt von höheren Strompreisen in Frankreich und Großbritannien sowie einem Kapitalgewinn aus dem Verkauf von Projekten im Bereich erneuerbare Energien. Dies konnte die Ausfälle aus zwischenzeitlichen Abschaltungen von Atomkraftwerken mehr als ausgleichen. Der Nettogewinn stieg daher von 1,2 auf 5,2 Mrd. Euro. 2018 hatte EDF jedoch stark unter Abschreibungen gelitten. Bereinigt um Sondereffekte nahm der Gewinn um knapp 58 Prozent auf fast 3,9 Mrd. Euro zu.

Deutlich höhere Dividende

EDF will nun eine Dividende von insgesamt 0,48 Euro je Aktie zahlen, nach 0,31 Euro im Vorjahr. Das Unternehmen hatte bereits eine Zwischendividende von 0,15 Euro je Aktie gezahlt. Für die restliche Summe haben Aktionäre nun die Wahl, sich die Dividende auch in neuen Aktien auszahlen zu lassen. (dpa/hil)