Brixenbild
Bild: Stadtwerke Brixen AG

Holzvergaser aus Rosenheim für Stadtwerke Brixen

In Brixen wurde ein von den Stadtwerken Rosenheim entwickelter Holzvergaser installiert.

Die Stadtwerke Brixen setzen das „Rosenheimer Verfahren zur Holzvergasung“ in ihrem Fernheizkraftwerk in Brixen-Pairdorf ein. Die Technologie ergänzt die ganzjährige Fernwärme-Erzeugung in der 2012 erbauten Wärmezentrale. Bisher betreiben die Stadtwerke Brixen dort reine Heizwerke mit einer Leistung von 3,8 MW. Der neue Holzvergaser mit einer thermischen Leistung von 100 kW sichert die Grundlast des Fernwärmenetzes. Gleichzeitig erzeugt er elektrischen Strom mit einer Leistung von 50 kW.

„Durch Kraft-Wärme-Kopplung verwertet die Anlage mehr als 75 Prozent der im Holz gebundene Brennstoffenergie. Weil wir bei Holz kein Speicherproblem haben, ergänzt der Holzvergaser im Brixener Versorgungsgebiet außerdem den schwankenden Ertrag aus anderen erneuerbarer Energien, wie zum Beispiel Solarstrom. Der Rosenheimer Holzvergaser passt sehr gut in unseren kommunalen Energiemix", sagt Wolfgang Plank, Generaldirektor der Stadtwerke Brixen AG.

Die Stadtwerke Brixen sind der erste Kunde, dem die Stadtwerke Rosenheim das neue Produkt zur Verfügung stellen. Beide kommunalen Versorger haben eine Partnerschaft vereinbart, um den Holzvergaser im Dauerbetrieb zu optimieren. Als Referenzprojekt der Stadtwerke Rosenheim wird die Holzvergasungsanlage in Pairdorf künftig auch als Schauanlage für Interessierte fungieren. (ad)