Bayerngas prüft Einstieg bei Nabucco

Bayerngas kann sich einen Einstieg in die Nabucco-Pipeline vorstellen.

Das erklärte der scheidende Bayerngas-Geschäftsführer Marc Hall auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens. Bis Ende des Jahres habe Bayerngas die Möglichkeit, sich für einen Einstieg zu entscheiden. Das Projekt war jüngst vom Ölkonzern BP in der bislang geplanten Länge von Asebaidschan nach Österreich für tot erklärt worden; es gibt aber Pläne, die Erdgaspipeline in einer verkürzten Version von der Türkei bis Österreich zu bauen.

 

Durch einen Rekordabsatz von 71 Mrd. kWh Erdgas (+1,5 %) ist Bayerngas gegen den bundesweiten Trend zu geringerem Gasabsatz (deutschlandweit –13 %) gut durch das Geschäftsjahr gekommen. Ein deutlicher Anstieg bei deutschen und österreichischen Industriekunden machte den sinkenden Verkauf an die Gesellschafterkunden sowie an die Weiterverteiler mehr als wett. Dem Unternehmen kommt zugute, dass es rechtzeitig die langfristigen ölpreisgebundenen Verträgen reduziert hat; es gebe nur noch einen solchen Vertrag, der aber zum Ende des kommenden Gaswirtschaftsjahres auslaufe und einen Anteil von weniger als 20 % an der Beschaffung hat. Ganz und prinzipiell trennen will sich Bayerngas aber nicht von ölpreisgebundenen Verträgen, erklärte Hall.

 

Der Jahresüberschuss der Bayerngas GmbH liegt bei 26,3 Mio. €. Trotz der hohen Anlaufinvestitionen der Tochter Bayerngas Norge liegt auch der Konzernjahresüberschuss mit mehr als 3,1 Mio. € im Plus. (wa)